Waffeln

das original Rezept

Man treibt 1⁄4 Pf Butter schaumig ab dan schlägt man
6 Eigelb 1 nach den andern 1⁄4 Pf Mehl u 1⁄2 Quart sauren 
Rahm zu jeden Dotter etwas Mehl u. Rahm, dan schlägt 
man von 4 Eier einen Schnee gibt ihn langsam hinein, 
Zucker und Zimt nach belieben.

das heutige Rezept

Menge:
10 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 140 g Butter zimmerwarm
  • 6 Eigelb
  • 140 g Weizenmehl
  • 130-135 ml Sauerrahm
  • 4 Eiweiß
  • 30-60 g Zucker
  • 1/2-1 TL Zimt

Zubereitung:

  • Butterabtrieb: Butter schaumig rühren (2–3 Minuten). Eigelbe einzeln unterrühren.
  • Mehl & Sauerrahm einarbeiten: Mehl und Sauerrahm abwechselnd zum Abtrieb geben, nur kurz zu einem glatten Teig rühren. Zucker/Zimt nach Geschmack zufügen. (Nicht überrühren – sonst werden die Waffeln zäh.)
  • Eischnee unterheben: Eiweiß steif schlagen und in 2–3 Portionen locker unterheben. Optional: Teig 10 Minuten ruhen lassen.
  • Backen: Waffeleisen vorheizen und leicht fetten. Pro Waffel 2–3 EL Teig einfüllen, bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Auf einem Gitter kurz ausdampfen lassen – so bleiben sie außen knusprig.

Anmerkungen:

Das „Quart“ im Rezept ist das altbayerische Viertelmaß (¼ Maß) mit ≈ 0,267 l.
Das Freisinger Waffelrezept entspricht süddeutsch-österreichischen Waffelrezepten des 19. Jahrhunderts; Katharina Prato führt nahezu identische Butter-/Obers-Waffeln (mit Eischnee) in „Die süddeutsche Küche“. 
Gerätegeschichte: Das häusliche Waffeleisen wurde im 19. Jahrhundert populär; 1869 erhielt Cornelius Swartwout ein US-Patent fürs Herd-Waffeleisen – sinnbildlich für den Übergang vom offenen Feuer zum Herd. 
Serviervorschlag: Puderzucker, Apfelkompott oder eingekochte Sauerkirschen passen hervorragend – alles zeittypische Begleiter.

Waffeln

das original Rezept


Man treibt 1⁄4 Pf Butter schaumig ab dan schlägt man
6 Eigelb 1 nach den andern 1⁄4 Pf Mehl u 1⁄2 Quart sauren 
Rahm zu jeden Dotter etwas Mehl u. Rahm, dan schlägt 
man von 4 Eier einen Schnee gibt ihn langsam hinein, 
Zucker und Zimt nach belieben.

das heutige Rezept

Menge:
10 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 140 g Butter zimmerwarm
  • 6 Eigelb
  • 140 g Weizenmehl
  • 130-135 ml Sauerrahm
  • 4 Eiweiß
  • 30-60 g Zucker
  • 1/2-1 TL Zimt

Zubereitung:

  • Butterabtrieb: Butter schaumig rühren (2–3 Minuten). Eigelbe einzeln unterrühren.
  • Mehl & Sauerrahm einarbeiten: Mehl und Sauerrahm abwechselnd zum Abtrieb geben, nur kurz zu einem glatten Teig rühren. Zucker/Zimt nach Geschmack zufügen. (Nicht überrühren – sonst werden die Waffeln zäh.)
  • Eischnee unterheben: Eiweiß steif schlagen und in 2–3 Portionen locker unterheben. Optional: Teig 10 Minuten ruhen lassen.
  • Backen: Waffeleisen vorheizen und leicht fetten. Pro Waffel 2–3 EL Teig einfüllen, bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Auf einem Gitter kurz ausdampfen lassen – so bleiben sie außen knusprig.

Anmerkungen:

Das „Quart“ im Rezept ist das altbayerische Viertelmaß (¼ Maß) mit ≈ 0,267 l.
Das Freisinger Waffelrezept entspricht süddeutsch-österreichischen Waffelrezepten des 19. Jahrhunderts; Katharina Prato führt nahezu identische Butter-/Obers-Waffeln (mit Eischnee) in „Die süddeutsche Küche“. 
Gerätegeschichte: Das häusliche Waffeleisen wurde im 19. Jahrhundert populär; 1869 erhielt Cornelius Swartwout ein US-Patent fürs Herd-Waffeleisen – sinnbildlich für den Übergang vom offenen Feuer zum Herd. 
Serviervorschlag: Puderzucker, Apfelkompott oder eingekochte Sauerkirschen passen hervorragend – alles zeittypische Begleiter.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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