Schnee-Nocken in Milch

das original Rezept

Man schlage von mehreren Eierweiß einen steifen Schnee 
thue in einen Tigl süße Milch mit etwas Zucker, schlage 
während dem sieden mit einem Eßlöffel kleine Nocken
ein, laße sie aufsieden wen sie genug fest sind thue ein 
Serviert auf einen irdenen Seier u. thue sie darauf zum 
abseihen, vor dem Anrichten thue sie in die Suppschüßl 
u gieße Faniel-Schotto darüber.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
15 Minuten
Kochzeit:
10 Minuten

Zutaten:

  • 4 Eiweiße große Eier
  • 500 ml Milch
  • 2-3 EL Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Vanilleschote 
  • 2 Eigelb
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz optional, nicht im Original

Zubereitung:

  • Eischnee zubereiten: Die Eiweiße in einer sauberen, fettfreien Schüssel mit einem Schneebesen oder Handmixer zu einem festen Schnee schlagen. Optional eine Prise Salz hinzufügen, um die Stabilität zu fördern. Der Eischnee sollte steif sein und Spitzen bilden.
  • Süße Milch erhitzen: Die Milch mit 2–3 EL Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Sieden bringen (leicht köcheln lassen, nicht sprudelnd kochen). Dabei gelegentlich umrühren, damit die Milch nicht anbrennt.
  • Nocken kochen: Mit einem Esslöffel kleine Portionen des Eischnees abstechen und vorsichtig in die siedende Milch geben, um kleine Nocken zu formen. Die Nocken 2–3 Minuten köcheln lassen, bis sie fest sind, dabei einmal wenden. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf ein Sieb legen, um überschüssige Milch abtropfen zu lassen.
  • Vanillesauce zubereiten: Für die „Faniel-Schotto“ die Eigelb mit 1 EL Zucker in einer Schüssel verquirlen. Etwa 100 ml der heißen Milch (aus dem Topf oder frisch erhitzt) langsam unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben, um sie zu temperieren. Die Mischung zurück in den Topf gießen und bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Sauce leicht eindickt (nicht kochen, damit das Eigelb nicht gerinnt). Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote einrühren.
  • Anrichten: Die Schnee-Nocken in eine Suppenschüssel oder tiefe Teller legen. Die warme Vanillesauce darüber gießen und sofort servieren.

Anmerkungen:

Diese Süßspeise entspricht den Schneenockerln/Schnee-Eiern (frz. œufs à la neige bzw. île flottante): gezuckerte Eiweißnocken werden in Milch pochiert und mit Vanillesauce/Crème anglaise serviert – die Paarung ist in österreichischen wie französischen Quellen belegt. Der im Rezept genannte Überguss „…-Schotto“ verweist auf den historischen Begriff Schotto/Chaudeau für Weinschaumsauce; als Variante dazu hat sich im 19./20. Jh. auch die Vanillesauce etabliert, mit der „Schneenockerl“ bis heute serviert werden.
Die Wurzeln des Desserts reichen bis in die französische Küche des 17. Jahrhunderts, von wo aus es sich im mitteleuropäischen Bürgertum verbreitete.

Schnee-Nocken in Milch

das original Rezept


Man schlage von mehreren Eierweiß einen steifen Schnee 
thue in einen Tigl süße Milch mit etwas Zucker, schlage 
während dem sieden mit einem Eßlöffel kleine Nocken
ein, laße sie aufsieden wen sie genug fest sind thue ein 
Serviert auf einen irdenen Seier u. thue sie darauf zum 
abseihen, vor dem Anrichten thue sie in die Suppschüßl 
u gieße Faniel-Schotto darüber.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
15 Minuten
Kochzeit:
10 Minuten

Zutaten:

  • 4 Eiweiße große Eier
  • 500 ml Milch
  • 2-3 EL Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Vanilleschote 
  • 2 Eigelb
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz optional, nicht im Original

Zubereitung:

  • Eischnee zubereiten: Die Eiweiße in einer sauberen, fettfreien Schüssel mit einem Schneebesen oder Handmixer zu einem festen Schnee schlagen. Optional eine Prise Salz hinzufügen, um die Stabilität zu fördern. Der Eischnee sollte steif sein und Spitzen bilden.
  • Süße Milch erhitzen: Die Milch mit 2–3 EL Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Sieden bringen (leicht köcheln lassen, nicht sprudelnd kochen). Dabei gelegentlich umrühren, damit die Milch nicht anbrennt.
  • Nocken kochen: Mit einem Esslöffel kleine Portionen des Eischnees abstechen und vorsichtig in die siedende Milch geben, um kleine Nocken zu formen. Die Nocken 2–3 Minuten köcheln lassen, bis sie fest sind, dabei einmal wenden. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf ein Sieb legen, um überschüssige Milch abtropfen zu lassen.
  • Vanillesauce zubereiten: Für die „Faniel-Schotto“ die Eigelb mit 1 EL Zucker in einer Schüssel verquirlen. Etwa 100 ml der heißen Milch (aus dem Topf oder frisch erhitzt) langsam unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben, um sie zu temperieren. Die Mischung zurück in den Topf gießen und bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Sauce leicht eindickt (nicht kochen, damit das Eigelb nicht gerinnt). Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote einrühren.
  • Anrichten: Die Schnee-Nocken in eine Suppenschüssel oder tiefe Teller legen. Die warme Vanillesauce darüber gießen und sofort servieren.

Anmerkungen:

Diese Süßspeise entspricht den Schneenockerln/Schnee-Eiern (frz. œufs à la neige bzw. île flottante): gezuckerte Eiweißnocken werden in Milch pochiert und mit Vanillesauce/Crème anglaise serviert – die Paarung ist in österreichischen wie französischen Quellen belegt. Der im Rezept genannte Überguss „…-Schotto“ verweist auf den historischen Begriff Schotto/Chaudeau für Weinschaumsauce; als Variante dazu hat sich im 19./20. Jh. auch die Vanillesauce etabliert, mit der „Schneenockerl“ bis heute serviert werden.
Die Wurzeln des Desserts reichen bis in die französische Küche des 17. Jahrhunderts, von wo aus es sich im mitteleuropäischen Bürgertum verbreitete.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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