Diese Süßspeise entspricht den Schneenockerln/Schnee-Eiern (frz. œufs à la neige bzw. île flottante): gezuckerte Eiweißnocken werden in Milch pochiert und mit Vanillesauce/Crème anglaise serviert – die Paarung ist in österreichischen wie französischen Quellen belegt. Der im Rezept genannte Überguss „…-Schotto“ verweist auf den historischen Begriff Schotto/Chaudeau für Weinschaumsauce; als Variante dazu hat sich im 19./20. Jh. auch die Vanillesauce etabliert, mit der „Schneenockerl“ bis heute serviert werden.
Die Wurzeln des Desserts reichen bis in die französische Küche des 17. Jahrhunderts, von wo aus es sich im mitteleuropäischen Bürgertum verbreitete.