Karthofl-Torte
Kartoffeltorte
das original Rezept
Nim 3⁄4 Pf. am Reibeisen geriebene Karthoffl rühre siemit 10 Eierdotter 1 Stunde lang von 1 Zittrone etwas Schalle u. einige Mandln rühre dan von 10 Eier den Schnee darunter u. backe Sie langsam im Rohr.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 400 g Kartoffeln gerieben
- 10 Eigelb
- 1 Bio-Zitrone abgerieben
- 50-80 g Mandeln blanchiert, sehr fein gemahlen
- 10 Eiweiß
- Butter für die Form
- Semmelbrösel für die Form
- 1 Prise Salz optional, unterstützt die Eischnee-Stabilität
Zubereitung:
- Kartoffeln vorbereiten: Die Kartoffeln schälen, fein reiben und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken.
- Masse anrühren: Die geriebenen Kartoffeln mit den Eigelb, dem Zitronenabrieb und den gemahlenen Mandeln gründlich verrühren (historisch: „1 Stunde rühren“ – heute mit der Küchenmaschine 5–8 Minuten schaumig rühren).
- Eischnee unterheben: Die Eiweiße mit 1 Prise Salz zu einem festen Schnee schlagen und vorsichtig unter die Kartoffelmasse heben.
- Backen: Eine Backform mit Butter ausfetten und mit Brösel ausstreuen, die Masse einfüllen und im Ofen bei ca. 170 °C Ober-/Unterhitze bzw. 160 °C Umluft 40-55 Minuten langsam backen, bis die Torte durchgestockt und goldbraun ist. Sie soll nicht zu dunkel werden.
- Anrichten: Die Torte 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann aus der Form nehmen, und in Scheiben geschnitten lauwarm oder kalt servieren.
Anmerkungen:
Kartoffel-Kuchen/Torten sind im 19. Jahrhundert gut belegt; Henriette Davidis führt Varianten mit Kartoffeln, Mandeln und vielen Eiern (dort mit Zucker) in ihrem „Praktischen Kochbuch“ – ein Standardwerk der bürgerlichen Küche, das diese Rezepte weit verbreitete.
Zucker fehlt in dieser Freisinger Vorlage; viele spätere Fassungen fügen Zucker zu, was den Geschmack süßer und die Krume zarter macht. Wer heutige Süße erwartet, kann 50–150 g Zucker ergänzen.
Die Verwendung von Kartoffeln auch in süßen Backwaren war um die Jahrhundertwende in ländlichen Regionen Mitteleuropas, besonders in Bayern, Österreich und Böhmen, verbreitet, wo Kartoffeln ein Grundnahrungsmittel waren. Dieses Rezept war typisch für die bürgerliche und bäuerliche Schicht, da Kartoffeln kostengünstig waren und die Torte durch Eier und Mandeln einen festlichen Charakter erhielt. Im Vergleich zu heute ist die Kartoffeltorte weitgehend in Vergessenheit geraten und wird selten gebacken, da moderne Rezepte eher auf Weizenmehl oder andere Grundlagen setzen.
Zucker fehlt in dieser Freisinger Vorlage; viele spätere Fassungen fügen Zucker zu, was den Geschmack süßer und die Krume zarter macht. Wer heutige Süße erwartet, kann 50–150 g Zucker ergänzen.
Die Verwendung von Kartoffeln auch in süßen Backwaren war um die Jahrhundertwende in ländlichen Regionen Mitteleuropas, besonders in Bayern, Österreich und Böhmen, verbreitet, wo Kartoffeln ein Grundnahrungsmittel waren. Dieses Rezept war typisch für die bürgerliche und bäuerliche Schicht, da Kartoffeln kostengünstig waren und die Torte durch Eier und Mandeln einen festlichen Charakter erhielt. Im Vergleich zu heute ist die Kartoffeltorte weitgehend in Vergessenheit geraten und wird selten gebacken, da moderne Rezepte eher auf Weizenmehl oder andere Grundlagen setzen.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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