Hollippen

Hohlhippen mit Rahmfüllung

das original Rezept

Nim 1⁄4 Pf Zucker 1⁄2 Pf Mehl von 6 Eier das weiße etwas 
gute Milch u. Wein rühre alles recht gut ab, dan schmiere 
das Eisen laßt es recht heiß werden thue 1 Löfflvoll 
darauf u. backe sie gelb, biege sie über ein Holzt u. fülle 
Sie mit Rahmschmer.

das heutige Rezept

Menge:
12 Stück
Zubereitung:
25 Minuten
Kochzeit:
25 Minuten

Zutaten:

für die Hippen:
  • 125 g Zucker
  • 250 g Weizenmehl
  • 6 Eiweiß
  • 120-150 ml Milch nach Bedarf für dünnflüssige Masse
  • 30-50 ml Weißwein für Aroma
  • 1 Prise Salz
  • Butter oder neutrales Öl zum fetten des Eisens
für die Füllung:
  • 300 ml Schlagsahne
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 TL Vanillezucker optional

Zubereitung:

  • Hippenmasse anrühren: Eiweiß mit Zucker und Salz nur glatt verrühren (nicht aufschlagen). Mehl einrühren. Milch und (optional) Weißwein nach und nach zugeben, bis eine sehr dünnfließende, klümpchenfreie Masse entsteht (Konsistenz: crêpe-ähnlich).
  • Backen: Ein Waffel-/Hippen- oder dünnes Hörnchen­eisen gut vorheizen und leicht fetten. Je 1 EL Masse sehr dünn auftragen (im Eisen verteilt oder auf einer glatten Platte des Eisens verstreichen). Bei mittlerer Hitze 30–60 Sekunden hellgolden backen – die Platte soll noch formbar, nicht dunkel sein.
  • Formen: Die noch heiße, elastische Waffel sofort vom Eisen lösen und rasch um einen Kegel/Rundstab rollen oder zu Röllchen formen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen und knusprig werden lassen. (Wenn sie zu schnell hart wird: kurz zurück aufs warme Eisen legen und erneut formen.)
  • Füllen & servieren: Sahne mit Puder- und ggf. Vanillezucker steif schlagen. Hippen erst kurz vor dem Servieren mit der Rahmfüllung (Spritzbeutel) füllen, damit sie knusprig bleiben.
    Pur mit Puderzucker, mit frischen Beeren, Eis oder einer Kaffee-/Schokoladencreme füllen. Für eine alkoholfreie Variante den Wein einfach weglassen – die Textur bleibt durch die Milch identisch.
  • Tipp – Aufbewahrung: Ungefüllt in einer luftdichten Dose mit etwas Küchenpapier kühl/trocken lagern (2–3 Tage). 
    Gefüllt möglichst sofort genießen.

Anmerkungen:

„Hollippen“ ist sehr wahrscheinlich die Hausbuch-Schreibweise für Hohlhippen/Hippen – hauchdünnes, heiß geformtes Waffelgebäck, das noch warm über Holzformen gerollt wird. Das entspricht exakt der klassischen Hippen-technik.
Das Original nennt „Rahmschmer“ als Füllung. Wörtlich ist „Schmer/Schmalz“ tierisches Fett; im Konditor-Kontext der Kaiserzeit ist hier jedoch „Rahm-Schmeer“ im Sinn von gesüßter, aufgeschlagener Rahm bzw. einer Rahmcreme als Füllung naheliegend – die heute übliche Füllung von Hippen sind Sahne/Creme; auch Neujahrshörnchen (eine Hippenvariante) werden traditionell mit geschlagener Sahne gefüllt. Deshalb schlagen wir gezuckerte Schlagsahne als historisch plausible, geschmacklich passende Füllung vor. 
Wer kein Hippen- oder Hörnchen-eisen hat, nutzt ein dünn backendes Waffeleisen (glatte Platten) oder backt die Masse dünn auf Backmatte im Ofen (dann sofort formen). 

Hollippen

Hohlhippen mit Rahmfüllung

das original Rezept


Nim 1⁄4 Pf Zucker 1⁄2 Pf Mehl von 6 Eier das weiße etwas 
gute Milch u. Wein rühre alles recht gut ab, dan schmiere 
das Eisen laßt es recht heiß werden thue 1 Löfflvoll 
darauf u. backe sie gelb, biege sie über ein Holzt u. fülle 
Sie mit Rahmschmer.

das heutige Rezept

Menge:
12 Stück
Zubereitung:
25 Minuten
Kochzeit:
25 Minuten

Zutaten:

für die Hippen:
  • 125 g Zucker
  • 250 g Weizenmehl
  • 6 Eiweiß
  • 120-150 ml Milch nach Bedarf für dünnflüssige Masse
  • 30-50 ml Weißwein für Aroma
  • 1 Prise Salz
  • Butter oder neutrales Öl zum fetten des Eisens
für die Füllung:
  • 300 ml Schlagsahne
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 TL Vanillezucker optional

Zubereitung:

  • Hippenmasse anrühren: Eiweiß mit Zucker und Salz nur glatt verrühren (nicht aufschlagen). Mehl einrühren. Milch und (optional) Weißwein nach und nach zugeben, bis eine sehr dünnfließende, klümpchenfreie Masse entsteht (Konsistenz: crêpe-ähnlich).
  • Backen: Ein Waffel-/Hippen- oder dünnes Hörnchen­eisen gut vorheizen und leicht fetten. Je 1 EL Masse sehr dünn auftragen (im Eisen verteilt oder auf einer glatten Platte des Eisens verstreichen). Bei mittlerer Hitze 30–60 Sekunden hellgolden backen – die Platte soll noch formbar, nicht dunkel sein.
  • Formen: Die noch heiße, elastische Waffel sofort vom Eisen lösen und rasch um einen Kegel/Rundstab rollen oder zu Röllchen formen. Auf einem Gitter vollständig auskühlen und knusprig werden lassen. (Wenn sie zu schnell hart wird: kurz zurück aufs warme Eisen legen und erneut formen.)
  • Füllen & servieren: Sahne mit Puder- und ggf. Vanillezucker steif schlagen. Hippen erst kurz vor dem Servieren mit der Rahmfüllung (Spritzbeutel) füllen, damit sie knusprig bleiben.
    Pur mit Puderzucker, mit frischen Beeren, Eis oder einer Kaffee-/Schokoladencreme füllen. Für eine alkoholfreie Variante den Wein einfach weglassen – die Textur bleibt durch die Milch identisch.
  • Tipp – Aufbewahrung: Ungefüllt in einer luftdichten Dose mit etwas Küchenpapier kühl/trocken lagern (2–3 Tage). 
    Gefüllt möglichst sofort genießen.

Anmerkungen:

„Hollippen“ ist sehr wahrscheinlich die Hausbuch-Schreibweise für Hohlhippen/Hippen – hauchdünnes, heiß geformtes Waffelgebäck, das noch warm über Holzformen gerollt wird. Das entspricht exakt der klassischen Hippen-technik.
Das Original nennt „Rahmschmer“ als Füllung. Wörtlich ist „Schmer/Schmalz“ tierisches Fett; im Konditor-Kontext der Kaiserzeit ist hier jedoch „Rahm-Schmeer“ im Sinn von gesüßter, aufgeschlagener Rahm bzw. einer Rahmcreme als Füllung naheliegend – die heute übliche Füllung von Hippen sind Sahne/Creme; auch Neujahrshörnchen (eine Hippenvariante) werden traditionell mit geschlagener Sahne gefüllt. Deshalb schlagen wir gezuckerte Schlagsahne als historisch plausible, geschmacklich passende Füllung vor. 
Wer kein Hippen- oder Hörnchen-eisen hat, nutzt ein dünn backendes Waffeleisen (glatte Platten) oder backt die Masse dünn auf Backmatte im Ofen (dann sofort formen). 

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

Fotos unserer Hobbyköche:

Zeig uns, wie Du dieses Gericht nachgekocht hast!

Du musst angemeldet sein, um Fotos hochladen zu können. Anmelden

0 Kommentare
meist bewertet
neu alt
Inline Feedbacks
Alle Anmerkungen zeigen
0
Wir würden gerne deine Anmerkungen wissen. Kommentiere doch!x