Hasen Ohren

Frittierte Teigdreiecke

das original Rezept

Nim 1⁄2 Pf. Mundmehl auf ein Brett salz es ein 1 Stück Butter
gib sie zerlaßen an das Mehl wie auch 2 Eier u. das übrige
sauren Raum dan mache den Teig nicht zu fest walke ihn Messer- 
rücken dück aus und mache mit einem Krapfenrädl dreieckige 
Flecke davon backe Sie in heißen Schmalz unter Beständigen 
schütteln damit sie schön auflaufen.

das heutige Rezept

Menge:
20 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 250 g feines Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • 100 ml saure Sahne
  • Schmalz zum Frittieren, ca. 500g

Zubereitung:

  • Teig kneten: Mehl mit Salz mischen. Geschmolzene Butter, Eier und so viel Sauerrahm zugeben, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht – nicht zu fest. Kurz (10–15 Min.) abgedeckt ruhen lassen.
  • Ausrollen & schneiden: Teig auf wenig Mehl auf Messerrücken-Dicke (ca. 3–4 mm) ausrollen. Mit dem Krapfenrädchen dreieckige Flecken ausschneiden.
  • Ausbacken: Schmalz/Öl auf 170–175 °C erhitzen. Die Dreiecke portionsweise ins heiße Fett geben und unter ständigem leichten Schwenken/Schütteln des Topfs bzw. mit der Schaumkelle bewegen, damit sie schön auflaufen. Hellgold frittieren, herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Anrichten: Heiß servieren. (Im Original kein Zucker; wer mag, kann sie süß mit Staubzucker reichen.)

Anmerkungen:

Dieses Rezept passt sehr genau zur Gruppe der altbairisch-österreichischen Schmalzgebäcke Hasenöhrl/Polsterzipf/Schneiderfleck – Dreiecke bzw. Rauten aus dünn ausgerolltem Teig, im heißen Schmalz gebacken; österreichische Quellen führen Hasenöhrl/Polsterzipf als traditionelle Speise mit Belegen seit dem 15./16. Jahrhundert (u. a. Tegernseer Kloster 1534). Typische Details deines Textes – mit dem „Krapfenrädchen/Krapfenradl“ ausradeln und beim Backen „unter beständigem Schütteln, damit sie schön auflaufen“ – sind in historischen Rezeptabdrucken wörtlich überliefert. 
In der Region wurden Hasenöhrl süß (gezuckert/mit Konfitüre) oder pikant gereicht; Fachartikel nennen explizit ungezuckerte Varianten „zu Salat“ (Prato, 1858) – also kein reines Faschingsgebäck. 
Die Zutatenlage (Butter, Eier, Sauerrahm) deckt sich mit heutigen Regionalrezepten für Hasenöhrl, die Sauerrahm im Teig verwenden.  Zur Terminologie: „Mundmehl“ ist historisch als Mehl-Qualitätsgrad dokumentiert (österreichische Maß-/Gewichtsquellen nennen „Mundmehl“ neben Semmel- und Pollmehl) – es steht für sehr feines Weizenmehl in der Rezeptsprache des 19. Jahrhunderts.

Hasen Ohren

Frittierte Teigdreiecke

das original Rezept


Nim 1⁄2 Pf. Mundmehl auf ein Brett salz es ein 1 Stück Butter
gib sie zerlaßen an das Mehl wie auch 2 Eier u. das übrige
sauren Raum dan mache den Teig nicht zu fest walke ihn Messer- 
rücken dück aus und mache mit einem Krapfenrädl dreieckige 
Flecke davon backe Sie in heißen Schmalz unter Beständigen 
schütteln damit sie schön auflaufen.

das heutige Rezept

Menge:
20 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 250 g feines Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • 100 ml saure Sahne
  • Schmalz zum Frittieren, ca. 500g

Zubereitung:

  • Teig kneten: Mehl mit Salz mischen. Geschmolzene Butter, Eier und so viel Sauerrahm zugeben, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht – nicht zu fest. Kurz (10–15 Min.) abgedeckt ruhen lassen.
  • Ausrollen & schneiden: Teig auf wenig Mehl auf Messerrücken-Dicke (ca. 3–4 mm) ausrollen. Mit dem Krapfenrädchen dreieckige Flecken ausschneiden.
  • Ausbacken: Schmalz/Öl auf 170–175 °C erhitzen. Die Dreiecke portionsweise ins heiße Fett geben und unter ständigem leichten Schwenken/Schütteln des Topfs bzw. mit der Schaumkelle bewegen, damit sie schön auflaufen. Hellgold frittieren, herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Anrichten: Heiß servieren. (Im Original kein Zucker; wer mag, kann sie süß mit Staubzucker reichen.)

Anmerkungen:

Dieses Rezept passt sehr genau zur Gruppe der altbairisch-österreichischen Schmalzgebäcke Hasenöhrl/Polsterzipf/Schneiderfleck – Dreiecke bzw. Rauten aus dünn ausgerolltem Teig, im heißen Schmalz gebacken; österreichische Quellen führen Hasenöhrl/Polsterzipf als traditionelle Speise mit Belegen seit dem 15./16. Jahrhundert (u. a. Tegernseer Kloster 1534). Typische Details deines Textes – mit dem „Krapfenrädchen/Krapfenradl“ ausradeln und beim Backen „unter beständigem Schütteln, damit sie schön auflaufen“ – sind in historischen Rezeptabdrucken wörtlich überliefert. 
In der Region wurden Hasenöhrl süß (gezuckert/mit Konfitüre) oder pikant gereicht; Fachartikel nennen explizit ungezuckerte Varianten „zu Salat“ (Prato, 1858) – also kein reines Faschingsgebäck. 
Die Zutatenlage (Butter, Eier, Sauerrahm) deckt sich mit heutigen Regionalrezepten für Hasenöhrl, die Sauerrahm im Teig verwenden.  Zur Terminologie: „Mundmehl“ ist historisch als Mehl-Qualitätsgrad dokumentiert (österreichische Maß-/Gewichtsquellen nennen „Mundmehl“ neben Semmel- und Pollmehl) – es steht für sehr feines Weizenmehl in der Rezeptsprache des 19. Jahrhunderts.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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