Fleckl-Pastete
Fleckerl-Schinken-Auflauf
das original Rezept
Die Fleckl werden in Waßer gekocht ein Stück Schinken fein gewiegt 4 Eier mit sauren Rahm verührt eine Hand voll Käs darunter in einen Form gefüllt mit Käßbestreut u im Rohr gebacken.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 300 g Fleckerl kleine Nudel-Quadrate; ersatzweise andere gröbere Nudelformen wie Rigatoni oder breite Bandnudeln
- Salz für das Kochwasser
- 200 g gekochter Schinken
- 4 Eier
- 250 g Sauerrahm oder Schmand
- 150 g Käse gerieben, z.B. Bergkäse/Emmentaler „eine Hand voll“ plus etwas zum Bestreuen
- Butter für die Form
Zubereitung:
- Nudeln kochen: Fleckerl in reichlich salzigem Wasser bissfest kochen, abseihen und gut abtropfen lassen.
- Guss anrühren: Eier mit Sauerrahm glattrühren. Schinken und den Großteil des geriebenen Käses unterheben. Vorsichtig salzen (Schinken/Käse bringen Salz mit).
- Mischen & einschichten: Eine ofenfeste Form (ca. 20 x 30 cm) buttern. Fleckerl mit dem Eier-Sauerrahm-Guss mischen, in die Form füllen und glatt streichen. Mit restlichem Käse bestreuen.
- Backen: Bei 180–190 °C (Ober/Unterhitze) 25–35 Minuten backen, bis die Masse gestockt ist und die Oberfläche goldgelb wird.
- Anrichten: 5 Minuten ruhen lassen, dann in Stücke schneiden und heiß servieren.
Anmerkungen:
„Fleckerl“ sind kleine, quadratische Eiernudeln und bilden die Basis klassischer Wiener Gerichte wie Schinkenfleckerl oder Krautfleckerl – heute gelten auch kurze Bandnudeln als tauglicher Ersatz. Der Auflauf ist ein typischer Restlküche-Klassiker um 1900: gekochte Nudeln werden mit fein gewiegtem Schinken, Eiern, Sauerrahm und Käse gebunden und im Rohr goldbraun gebacken; salze zurückhaltend, da Schinken und Käse Würze mitbringen. Für mehr Bindung 1–2 EL Semmelbrösel in die Masse geben, für mehr Saftigkeit einen Teil Sauerrahm durch Crème fraîche ersetzen; eine Prise Muskat passt gut. Serviere heiß mit grünem Salat oder Essiggurkerl; Reste lassen sich am nächsten Tag in der Pfanne knusprig aufbraten – das war historisch wie heute gängige Praxis.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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