Vanill-Alm-Nockerl

Vanillecreme-Nockerl im Nudelmantel

das original Rezept

Man mache einen Vanill-Crem von 6 Eidotter 2 Kochlöffl 
Mehl eine Taße Milch u gut süß machen, laß ihn im
Keller so lange wie möglich anziehen mache hernach einen 
gewöhnlichen Nudlteig mit etwas Zucker darunter, schneide 
sehr feine Nudl daraus, nehme sie in der Länge nach auf die 
Hand u rolle ein Nockerl nach dem andern hinein, backe sie 
dan in Schmalz, u. bestreue sie mit Zucker.

das heutige Rezept

Menge:
15 Stück
Zubereitung:
35 Minuten
Kochzeit:
12 Minuten

Zutaten:

für die Vanillecreme:
  • 6 Eigelb
  • 30 g Mehl 2 gehäufte EL
  • 250 ml Milch
  • 60-80 g Zucker nach Geschmack
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
für den Nudelteig (feine Eiernudeln):
  • 200 g Weizenmehl
  • 2 Eier
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 TL Wasser nur bei Bedarf, Teig soll fest-elastisch sein
zum Ausbacken & Fertigstellen:
  • Schmalz oder Frittierfett
  • Feiner Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Vanillecreme kochen & kühlen: Milch mit Vanille erhitzen. Eigelb, Zucker, Mehl, Salz glatt rühren. Heiße Milch unterrühren, zurück in den Topf geben und bei milder Hitze zur dicken Creme kochen (ständig rühren). In eine flache Schale streichen, abdecken, erst abkühlen lassen, dann 2–3 Stunden sehr kalt stellen, bis sie schnittfest ist.
  • Nudelteig: Mehl aufhäufen, Mulde drücken. Eier, Zucker, Salz zugeben, zu einem glatten, festen Teig verkneten (8–10 Minuten). In Folie 30 Minuten ruhen lassen.
  • Feine Nudeln schneiden: Teig sehr dünn ausrollen und in sehr feine Streifen  (Tagliolini) schneiden.
  • Formen: Mit zwei Teelöffeln aus der gekühlten Creme kleine Nockerl abstechen. Je Nockerl mit einem Büschel feiner Nudeln rundum „einwickeln“ und gut andrücken.
  • Frittieren: Im 170–175 °C heißen Schmalz goldbraun ausbacken (portionsweise, 2–3 Minuten je Seite). Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Servieren: Mit feinem Zucker (optional Zimt) bestreuen; sofort servieren. 

Anmerkungen:

Nockerl bezeichnet in der österreichisch-bayerischen Küche kleine Klößchen/Dumplings – hier als süße Mehlspeise umgesetzt. Die „Vanillecreme“ entspricht einer Crème pâtissière (Pastry Cream): eine auf dem Herd gekochte, standfeste Eier-Milch-Creme, klassisch mit Mehl/Stärke gebunden. 
Eier-Nudelteig ist in Österreich als Grundteig für feine Suppennudeln etabliert; hier erscheint er süß eingesetzt – die Verbindung aus Nudelteig und Schmalzgebäck knüpft an die breite Mehlspeisen- und Fritter-Tradition an. „Im Keller anziehen lassen“ meint das kräftige Durchkühlen, damit die Creme formbar ist. Heutzutage stellt man die Creme 30 Minuten ins Gefrierfach, dann wickeln und sofort frittieren.

Vanill-Alm-Nockerl

Vanillecreme-Nockerl im Nudelmantel

das original Rezept


Man mache einen Vanill-Crem von 6 Eidotter 2 Kochlöffl 
Mehl eine Taße Milch u gut süß machen, laß ihn im
Keller so lange wie möglich anziehen mache hernach einen 
gewöhnlichen Nudlteig mit etwas Zucker darunter, schneide 
sehr feine Nudl daraus, nehme sie in der Länge nach auf die 
Hand u rolle ein Nockerl nach dem andern hinein, backe sie 
dan in Schmalz, u. bestreue sie mit Zucker.

das heutige Rezept

Menge:
15 Stück
Zubereitung:
35 Minuten
Kochzeit:
12 Minuten

Zutaten:

für die Vanillecreme:
  • 6 Eigelb
  • 30 g Mehl 2 gehäufte EL
  • 250 ml Milch
  • 60-80 g Zucker nach Geschmack
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
für den Nudelteig (feine Eiernudeln):
  • 200 g Weizenmehl
  • 2 Eier
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 TL Wasser nur bei Bedarf, Teig soll fest-elastisch sein
zum Ausbacken & Fertigstellen:
  • Schmalz oder Frittierfett
  • Feiner Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Vanillecreme kochen & kühlen: Milch mit Vanille erhitzen. Eigelb, Zucker, Mehl, Salz glatt rühren. Heiße Milch unterrühren, zurück in den Topf geben und bei milder Hitze zur dicken Creme kochen (ständig rühren). In eine flache Schale streichen, abdecken, erst abkühlen lassen, dann 2–3 Stunden sehr kalt stellen, bis sie schnittfest ist.
  • Nudelteig: Mehl aufhäufen, Mulde drücken. Eier, Zucker, Salz zugeben, zu einem glatten, festen Teig verkneten (8–10 Minuten). In Folie 30 Minuten ruhen lassen.
  • Feine Nudeln schneiden: Teig sehr dünn ausrollen und in sehr feine Streifen  (Tagliolini) schneiden.
  • Formen: Mit zwei Teelöffeln aus der gekühlten Creme kleine Nockerl abstechen. Je Nockerl mit einem Büschel feiner Nudeln rundum „einwickeln“ und gut andrücken.
  • Frittieren: Im 170–175 °C heißen Schmalz goldbraun ausbacken (portionsweise, 2–3 Minuten je Seite). Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Servieren: Mit feinem Zucker (optional Zimt) bestreuen; sofort servieren. 

Anmerkungen:

Nockerl bezeichnet in der österreichisch-bayerischen Küche kleine Klößchen/Dumplings – hier als süße Mehlspeise umgesetzt. Die „Vanillecreme“ entspricht einer Crème pâtissière (Pastry Cream): eine auf dem Herd gekochte, standfeste Eier-Milch-Creme, klassisch mit Mehl/Stärke gebunden. 
Eier-Nudelteig ist in Österreich als Grundteig für feine Suppennudeln etabliert; hier erscheint er süß eingesetzt – die Verbindung aus Nudelteig und Schmalzgebäck knüpft an die breite Mehlspeisen- und Fritter-Tradition an. „Im Keller anziehen lassen“ meint das kräftige Durchkühlen, damit die Creme formbar ist. Heutzutage stellt man die Creme 30 Minuten ins Gefrierfach, dann wickeln und sofort frittieren.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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