Strauben vom Brandteig

das original Rezept

1⁄2 Drß. Mehl 10 Eier 1 gutes Quart Wasser, thue in eine 
Pfanne 1 Stück Schmalz dazu, laße es sieden thue das Mehl 
hinein u. trockne es am Feuer ab, der Teig muß immer
warm erhalten werden u. das Schmalz nie zu heiß sein,
in den Strauben-Model thue jedesmal 2 Eßlöfflvoll.

das heutige Rezept

Menge:
25 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 120 g Butter
  • 10 Eier
  • 500 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Schmalz zum Frittieren
  • Puderzucker optional
  • Preiselbeermarmelade optional

Zubereitung:

  • Brandteig zubereiten: Wasser mit Schmalz/Butter und Salz aufkochen. Mehl auf einmal zugeben und mit dem Holzlöffel so lange rühren, bis sich eine glatte Panade (glatter Teig) bildet und sich am Topfboden ein dünner Film zeigt („abbrennen“). 2–3 Min. bei kleiner Hitze weiterrühren.
  • Eier einarbeiten: Teig in eine Schüssel geben und 5–8 Min. abkühlen lassen (handwarm). Eier nacheinander gründlich unterrühren, bis ein zähfließender Teig entsteht. (Je nach Mehlsorte werden evtl. nicht alle Eier benötigt – Konsistenz ist entscheidend.)
  • Warm halten: Den Teig lauwarm halten (Schüssel auf lauwarmem Wasserbad), damit er gut fließt.
  • Ausbacken: Fett auf 170–175 °C erhitzen. Mit Trichter, Spritzbeutel oder Strauben-Trichter in kreisenden Linien ins Fett laufen lassen; pro Straube etwa 2 EL Teig. Beidseitig goldgelb ausbacken, auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Anrichten: Mit Staubzucker bestreuen; klassisch mit Preiselbeeren servieren.

Anmerkungen:

Strauben sind ein Siedegebäck des Tirol-/Südtirolraums; der Teig wird spiralförmig trichterweise ins heiße Fett gegeben und mit Staubzucker & Preiselbeeren serviert, gerne an Kirchweihfesten oder Familienfeiern. Neben der verbreiteten Rührteig-Variante gibt es historisch Brandteig-Strauben, bei denen Wasser/Butter/Mehl zur Panade abgeröstet und mit Eiern aufgeschlagen wird und passen genau zu diesem Rezept. 
Besonders ist die Brandteigbasis, die den Strauben eine leichte, luftige Textur verleiht, im Gegensatz zu modernen Strauben, die oft einfacher mit Hefeteig oder flüssigerem Teig zubereitet werden.

Strauben vom Brandteig

das original Rezept


1⁄2 Drß. Mehl 10 Eier 1 gutes Quart Wasser, thue in eine 
Pfanne 1 Stück Schmalz dazu, laße es sieden thue das Mehl 
hinein u. trockne es am Feuer ab, der Teig muß immer
warm erhalten werden u. das Schmalz nie zu heiß sein,
in den Strauben-Model thue jedesmal 2 Eßlöfflvoll.

das heutige Rezept

Menge:
25 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 120 g Butter
  • 10 Eier
  • 500 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Schmalz zum Frittieren
  • Puderzucker optional
  • Preiselbeermarmelade optional

Zubereitung:

  • Brandteig zubereiten: Wasser mit Schmalz/Butter und Salz aufkochen. Mehl auf einmal zugeben und mit dem Holzlöffel so lange rühren, bis sich eine glatte Panade (glatter Teig) bildet und sich am Topfboden ein dünner Film zeigt („abbrennen“). 2–3 Min. bei kleiner Hitze weiterrühren.
  • Eier einarbeiten: Teig in eine Schüssel geben und 5–8 Min. abkühlen lassen (handwarm). Eier nacheinander gründlich unterrühren, bis ein zähfließender Teig entsteht. (Je nach Mehlsorte werden evtl. nicht alle Eier benötigt – Konsistenz ist entscheidend.)
  • Warm halten: Den Teig lauwarm halten (Schüssel auf lauwarmem Wasserbad), damit er gut fließt.
  • Ausbacken: Fett auf 170–175 °C erhitzen. Mit Trichter, Spritzbeutel oder Strauben-Trichter in kreisenden Linien ins Fett laufen lassen; pro Straube etwa 2 EL Teig. Beidseitig goldgelb ausbacken, auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Anrichten: Mit Staubzucker bestreuen; klassisch mit Preiselbeeren servieren.

Anmerkungen:

Strauben sind ein Siedegebäck des Tirol-/Südtirolraums; der Teig wird spiralförmig trichterweise ins heiße Fett gegeben und mit Staubzucker & Preiselbeeren serviert, gerne an Kirchweihfesten oder Familienfeiern. Neben der verbreiteten Rührteig-Variante gibt es historisch Brandteig-Strauben, bei denen Wasser/Butter/Mehl zur Panade abgeröstet und mit Eiern aufgeschlagen wird und passen genau zu diesem Rezept. 
Besonders ist die Brandteigbasis, die den Strauben eine leichte, luftige Textur verleiht, im Gegensatz zu modernen Strauben, die oft einfacher mit Hefeteig oder flüssigerem Teig zubereitet werden.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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