Schannpinion zu kochen

das original Rezept

Man putzt u. wascht sie, dan kommt Zittronensaft daran
damit sie weiß bleiben, dan kommt 1 Stück Butter in etwas 
Fleischsuppe daran läßt sie ganz wenig kochen, dan werden sie
recht fein gewiegt, dan macht man ein Beschamehl thut 
alles zusammen, laßt sie nochmal ein wenig kochen, 
basiert sie durch ein Haarsieb, gibt ein s wenig Pfeffer 
u. Muskatnuß daran, man gibt sie zu Frikando
oder Kottletten.

das heutige Rezept

Menge:
600 ml Sauce
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 400 g Champignons geputzt, fein gewiegt
  • 1-2 TL Zitronensaft zum Säuern, damit sie hell bleiben
  • 40 g Butter zum Dünsten
  • 100 ml helle Fleischbrühe Kalb oder Huhn
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 500 ml Sahne optional
für die Béchamel:
  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 400 ml Milch für extra Samtigkeit
  • 1 Prise Muskat

Zubereitung:

  • Champignons vorbereiten & dünsten: Pilze putzen, sehr fein wiegen und mit etwas Zitronensaft mischen (bremst das Nachdunkeln). In 40 g Butter bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten anschwitzen, mit Brühe ablöschen und 2–3 Minuten leise köcheln.
  • Béchamel kochen: In einem zweiten Topf 30 g Butter schmelzen, Mehl einrühren (helle Roux), 1–2 Minuten rühren. Nach und nach Milch hinzufügen, 5–7 Minuten sanft köcheln, bis die Sauce glatt und sämig ist. Mit Muskat, Salz, Pfeffer würzen.
  • Passieren & vereinen: Die Pilz-Brühe-Mischung und den klaren Fond zur Béchamel geben, danach durch ein feines Sieb streichen. Kurz aufkochen, optional Sahne zugeben, final mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Servieren: Sehr heiß zu Kalbs-Frikandeau (zart geschmort) oder Koteletts reichen; passt ebenso zu Geflügel und Gemüse.

Anmerkungen:

Das Zitronensäuern der Pilze ist klassische Küche: Säure hemmt das enzymatische Bräunen, daher bleiben geschnittene Champignons heller. 
Die Béchamel ist eine der Muttersoßen der französischen Küche. Hier dient sie als Basis, die durch Pilzfond zur Champignon-Sauce wird. 
Frikandeau (frz. fricandeau) bezeichnet gespicktes/geliertes Kalbfleisch, meist zart geschmort – eine klassische Kombination mit Pilzsaucen; Kotelett ist der Rippen-/Chop-Schnitt (Schwein, Kalb, Lamm). 

Schannpinion zu kochen

das original Rezept


Man putzt u. wascht sie, dan kommt Zittronensaft daran
damit sie weiß bleiben, dan kommt 1 Stück Butter in etwas 
Fleischsuppe daran läßt sie ganz wenig kochen, dan werden sie
recht fein gewiegt, dan macht man ein Beschamehl thut 
alles zusammen, laßt sie nochmal ein wenig kochen, 
basiert sie durch ein Haarsieb, gibt ein s wenig Pfeffer 
u. Muskatnuß daran, man gibt sie zu Frikando
oder Kottletten.

das heutige Rezept

Menge:
600 ml Sauce
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
20 Minuten

Zutaten:

  • 400 g Champignons geputzt, fein gewiegt
  • 1-2 TL Zitronensaft zum Säuern, damit sie hell bleiben
  • 40 g Butter zum Dünsten
  • 100 ml helle Fleischbrühe Kalb oder Huhn
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 500 ml Sahne optional
für die Béchamel:
  • 30 g Butter
  • 30 g Mehl
  • 400 ml Milch für extra Samtigkeit
  • 1 Prise Muskat

Zubereitung:

  • Champignons vorbereiten & dünsten: Pilze putzen, sehr fein wiegen und mit etwas Zitronensaft mischen (bremst das Nachdunkeln). In 40 g Butter bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten anschwitzen, mit Brühe ablöschen und 2–3 Minuten leise köcheln.
  • Béchamel kochen: In einem zweiten Topf 30 g Butter schmelzen, Mehl einrühren (helle Roux), 1–2 Minuten rühren. Nach und nach Milch hinzufügen, 5–7 Minuten sanft köcheln, bis die Sauce glatt und sämig ist. Mit Muskat, Salz, Pfeffer würzen.
  • Passieren & vereinen: Die Pilz-Brühe-Mischung und den klaren Fond zur Béchamel geben, danach durch ein feines Sieb streichen. Kurz aufkochen, optional Sahne zugeben, final mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Servieren: Sehr heiß zu Kalbs-Frikandeau (zart geschmort) oder Koteletts reichen; passt ebenso zu Geflügel und Gemüse.

Anmerkungen:

Das Zitronensäuern der Pilze ist klassische Küche: Säure hemmt das enzymatische Bräunen, daher bleiben geschnittene Champignons heller. 
Die Béchamel ist eine der Muttersoßen der französischen Küche. Hier dient sie als Basis, die durch Pilzfond zur Champignon-Sauce wird. 
Frikandeau (frz. fricandeau) bezeichnet gespicktes/geliertes Kalbfleisch, meist zart geschmort – eine klassische Kombination mit Pilzsaucen; Kotelett ist der Rippen-/Chop-Schnitt (Schwein, Kalb, Lamm). 

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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