Rahm-Schnee mit Chockolade

Sahne-Schokoladen-Schichtdessert

das original Rezept

Man schneide nicht ganz 1 Lth. feine Hausenblasen fein
läßt sie in Milch u Zucker langsam kochen bis sie ganz
aufgelöst ist, pasirt sie durch ein Sieb u. rührt Sie
mit einen kleinen Kochlöffl fein ab bis sie anfangt dück zu
werden, von 1⁄2 Maß guten Rahm wird ein fester Schnee
geschlagen läßt ihn durch ein Sieb ablaufen der durch-
gelaufene Rahm wird immer wieder ein Schnee geschlagen,
dan rührt man unter den Schnee fein gesiebten Zucker nach gutdenken 
dan reibt man 1 1⁄2 Täfl Chockolade, rührt die aufgelöste Hausen- 
blasen lau warm darunter schmirt einen ausgezinten Form
mit Mandel-Brofaser-Öehl, thut in diesen eine Lag
Schnee dan Chockolade, dan wieder Schnee u. so fort bis alles fertig 
ist, stellt es 4-5 Stunden im Keller stürtzt es dan auf einen
Blatte legt auf den Form ein in heißes Wasser getauchtes Tuch
u. dan wieder ausgedrückt, damit es sich gut herausstürtzt
g  ziert dan dieselbe mit kleinen Bußerln.

das heutige Rezept

Menge:
6 Personen
Zubereitung:
30 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 12 g Gelatine
  • 150 ml Milch
  • 80-120 g Zucker fein, für Milch und Schnee
  • 500 ml Sahne
  • 75 g Schokolade dunkel
  • Mandelöl oder neutrales Öl, zum Einfetten der Form
  • Kleine Kekse oder Plätzchen

Zubereitung:

  • Gelatine vorbereiten: Gelatine in wenig kaltem Wasser quellen (bei Pulver nach Packung). Milch mit 20–40 g Zucker erwärmen (nicht kochen), gequollene Gelatine darin vollständig auflösen. Durch ein feines Sieb gießen und auf lauwarm abkühlen lassen.
  • Gelatine verrühren: Die leicht abgekühlte Gelatine mit einem kleinen Löffel kräftig rühren, bis sie anfängt, dickflüssig zu werden.
  • Sahneschaum zubereiten: Die Sahne zu einem festen Schaum schlagen, durch ein Sieb abtropfen lassen und den abgetropften Teil erneut aufschlagen. Fein gesiebten Zucker nach Geschmack unter den Sahneschaum mischen.
  • Schokolade einarbeiten: Die geriebene Schokolade in die lauwarme Gelatinemischung rühren.
  • Form vorbereiten: Eine glatte Pudding-/Sturzform hauchdünn mit Mandelöl auspinseln. (Das erleichtert später das Stürzen.)
  • Dessert schichten: Abwechselnd eine Schicht Sahneschaum und eine Schicht Schokoladen-Gelatine in die Form geben, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
  • Kühlen: Die Form 4–5 Stunden im Kühlschrank oder Keller kühlen, bis das Dessert fest ist.
  • Stürzen und garnieren: Ein Tuch in heißes Wasser tauchen, auswringen und auf die Form legen, um das Dessert leichter zu stürzen. Das Dessert auf eine Platte stürzen und mit kleinen Keksen oder Plätzchen garnieren.
  • Anrichten: Das Dessert in Portionen schneiden und kalt servieren.

Anmerkungen:

Desserts wie dieses Schichtdessert waren typisch für wohlhabende bürgerliche Haushalte, da Schokolade und Gelatine kostspielige Zutaten waren. Besonders ist die Verwendung von Hausenblasen (Gelatine) und die aufwendige Schichttechnik, die eine leichte, cremige Textur mit Schokoladenaroma kombiniert, im Gegensatz zu modernen Desserts, die oft schwerere Cremes oder Mousse verwenden.  

Rahm-Schnee mit Chockolade

Sahne-Schokoladen-Schichtdessert

das original Rezept


Man schneide nicht ganz 1 Lth. feine Hausenblasen fein
läßt sie in Milch u Zucker langsam kochen bis sie ganz
aufgelöst ist, pasirt sie durch ein Sieb u. rührt Sie
mit einen kleinen Kochlöffl fein ab bis sie anfangt dück zu
werden, von 1⁄2 Maß guten Rahm wird ein fester Schnee
geschlagen läßt ihn durch ein Sieb ablaufen der durch-
gelaufene Rahm wird immer wieder ein Schnee geschlagen,
dan rührt man unter den Schnee fein gesiebten Zucker nach gutdenken 
dan reibt man 1 1⁄2 Täfl Chockolade, rührt die aufgelöste Hausen- 
blasen lau warm darunter schmirt einen ausgezinten Form
mit Mandel-Brofaser-Öehl, thut in diesen eine Lag
Schnee dan Chockolade, dan wieder Schnee u. so fort bis alles fertig 
ist, stellt es 4-5 Stunden im Keller stürtzt es dan auf einen
Blatte legt auf den Form ein in heißes Wasser getauchtes Tuch
u. dan wieder ausgedrückt, damit es sich gut herausstürtzt
g  ziert dan dieselbe mit kleinen Bußerln.

das heutige Rezept

Menge:
6 Personen
Zubereitung:
30 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 12 g Gelatine
  • 150 ml Milch
  • 80-120 g Zucker fein, für Milch und Schnee
  • 500 ml Sahne
  • 75 g Schokolade dunkel
  • Mandelöl oder neutrales Öl, zum Einfetten der Form
  • Kleine Kekse oder Plätzchen

Zubereitung:

  • Gelatine vorbereiten: Gelatine in wenig kaltem Wasser quellen (bei Pulver nach Packung). Milch mit 20–40 g Zucker erwärmen (nicht kochen), gequollene Gelatine darin vollständig auflösen. Durch ein feines Sieb gießen und auf lauwarm abkühlen lassen.
  • Gelatine verrühren: Die leicht abgekühlte Gelatine mit einem kleinen Löffel kräftig rühren, bis sie anfängt, dickflüssig zu werden.
  • Sahneschaum zubereiten: Die Sahne zu einem festen Schaum schlagen, durch ein Sieb abtropfen lassen und den abgetropften Teil erneut aufschlagen. Fein gesiebten Zucker nach Geschmack unter den Sahneschaum mischen.
  • Schokolade einarbeiten: Die geriebene Schokolade in die lauwarme Gelatinemischung rühren.
  • Form vorbereiten: Eine glatte Pudding-/Sturzform hauchdünn mit Mandelöl auspinseln. (Das erleichtert später das Stürzen.)
  • Dessert schichten: Abwechselnd eine Schicht Sahneschaum und eine Schicht Schokoladen-Gelatine in die Form geben, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
  • Kühlen: Die Form 4–5 Stunden im Kühlschrank oder Keller kühlen, bis das Dessert fest ist.
  • Stürzen und garnieren: Ein Tuch in heißes Wasser tauchen, auswringen und auf die Form legen, um das Dessert leichter zu stürzen. Das Dessert auf eine Platte stürzen und mit kleinen Keksen oder Plätzchen garnieren.
  • Anrichten: Das Dessert in Portionen schneiden und kalt servieren.

Anmerkungen:

Desserts wie dieses Schichtdessert waren typisch für wohlhabende bürgerliche Haushalte, da Schokolade und Gelatine kostspielige Zutaten waren. Besonders ist die Verwendung von Hausenblasen (Gelatine) und die aufwendige Schichttechnik, die eine leichte, cremige Textur mit Schokoladenaroma kombiniert, im Gegensatz zu modernen Desserts, die oft schwerere Cremes oder Mousse verwenden.  

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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