Milzwurst

Gekochte Milzwurst mit Kraut

das original Rezept

Streife das Milz schön aus der Haut wiege etwas
grünen Speck mit Zwiebl u. Zittronschalle, rühre
ein wenig Butter ab 1 Ei u. um 1 x in Milch geweichte 
Semel alles durcheinander mit noch Salz, Pfeffer u. Nägeln 
thue es in ein Netz bind es oben u unten fest in der
Mitte locker zu u. laße es in siedenden Wasser 1 St. 
kochen, vor dem Anrichten bräune sie ab, sie wird ge- 
wöhnlich zu Kraut gegeben.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
25 Minuten
Kochzeit:
1 Stunde

Zutaten:

  • 500 g Rindermilz oder Kalbsmilz
  • 100 g Speck durchwachsen
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 TL Zitronenschale
  • 1 EL Butter
  • 1 Ei
  • 1 Semmel altbacken
  • 50 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4-5 Gewürznelken
  • Schweinedarm oder Schweinenetz zum Füllen
  • Sauerkrau

Zubereitung:

  • Milz und Speck vorbereiten: Die Milz gründlich abspülen, die Haut und alle Häute entfernen und fein wiegen oder durch den Fleischwolf drehen. Den Speck und die Zwiebel ebenfalls fein hacken. Die Zitronenschale fein reiben.
  • Semmel vorbereiten: Die Semmel in kleine Stücke schneiden, in der Milch einweichen, bis sie weich ist (ca. 5 Minuten), und gut ausdrücken.
  • Wurstmasse zubereiten: In einer Schüssel die Butter schaumig rühren. Das Ei, die ausgedrückte Semmel, die gehackte Milz, den Speck, die Zwiebel, die Zitronenschale, Salz, Pfeffer und die gemahlenen Gewürznelken hinzufügen. Alles gründlich vermengen, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
  • Wurst formen: Die Masse in ein vorbereitetes Schweinenetz oder Schweinedarm füllen. Das Netz oben und unten fest zubinden, in der Mitte jedoch etwas locker lassen, damit die Wurst beim Kochen nicht platzt. Die Würste sollten etwa 10–15 cm lang sein.
  • Wurst kochen: Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen (leicht köcheln, nicht sprudelnd). Die Würste vorsichtig ins Wasser geben und etwa 1 Stunde garen, bis sie durchgegart sind.
  • Anbräunen und anrichten: Die gekochten Würste aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen. In einer Pfanne etwas Butter oder Schmalz erhitzen und die Würste bei mittlerer Hitze rundum goldbraun anbraten (ca. 5–10 Minuten). Die Würste auf einer Servierplatte anrichten, idealerweise auf einem Bett aus warmem Sauerkraut.

Anmerkungen:

Milzwurst ist eine traditionelle bayerische Spezialität – besonders in Niederbayern und im Münchner Raum –, hergestellt aus Wurstbrät mit Rinder-/Schweinemilz (teils Weißwurstmasse-Anteil), historisch regional verankert. Typisch wird sie in Scheiben entweder pur in Butterschmalz gebraten oder paniert und ausgebacken serviert. Als Beilage sind Kartoffelsalat und Bratensoße besonders verbreitet; auch Varianten mit Salat oder Sauerkraut sind beliebt. Quellen erwähnen zudem, dass Milzwurst früher auch als Einlage Verwendung fand – ein Hinweis auf ihre lange Alltags- und Wirtshaus­tradition in Bayern.

Milzwurst

Gekochte Milzwurst mit Kraut

das original Rezept


Streife das Milz schön aus der Haut wiege etwas
grünen Speck mit Zwiebl u. Zittronschalle, rühre
ein wenig Butter ab 1 Ei u. um 1 x in Milch geweichte 
Semel alles durcheinander mit noch Salz, Pfeffer u. Nägeln 
thue es in ein Netz bind es oben u unten fest in der
Mitte locker zu u. laße es in siedenden Wasser 1 St. 
kochen, vor dem Anrichten bräune sie ab, sie wird ge- 
wöhnlich zu Kraut gegeben.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
25 Minuten
Kochzeit:
1 Stunde

Zutaten:

  • 500 g Rindermilz oder Kalbsmilz
  • 100 g Speck durchwachsen
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 TL Zitronenschale
  • 1 EL Butter
  • 1 Ei
  • 1 Semmel altbacken
  • 50 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4-5 Gewürznelken
  • Schweinedarm oder Schweinenetz zum Füllen
  • Sauerkrau

Zubereitung:

  • Milz und Speck vorbereiten: Die Milz gründlich abspülen, die Haut und alle Häute entfernen und fein wiegen oder durch den Fleischwolf drehen. Den Speck und die Zwiebel ebenfalls fein hacken. Die Zitronenschale fein reiben.
  • Semmel vorbereiten: Die Semmel in kleine Stücke schneiden, in der Milch einweichen, bis sie weich ist (ca. 5 Minuten), und gut ausdrücken.
  • Wurstmasse zubereiten: In einer Schüssel die Butter schaumig rühren. Das Ei, die ausgedrückte Semmel, die gehackte Milz, den Speck, die Zwiebel, die Zitronenschale, Salz, Pfeffer und die gemahlenen Gewürznelken hinzufügen. Alles gründlich vermengen, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
  • Wurst formen: Die Masse in ein vorbereitetes Schweinenetz oder Schweinedarm füllen. Das Netz oben und unten fest zubinden, in der Mitte jedoch etwas locker lassen, damit die Wurst beim Kochen nicht platzt. Die Würste sollten etwa 10–15 cm lang sein.
  • Wurst kochen: Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen (leicht köcheln, nicht sprudelnd). Die Würste vorsichtig ins Wasser geben und etwa 1 Stunde garen, bis sie durchgegart sind.
  • Anbräunen und anrichten: Die gekochten Würste aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen. In einer Pfanne etwas Butter oder Schmalz erhitzen und die Würste bei mittlerer Hitze rundum goldbraun anbraten (ca. 5–10 Minuten). Die Würste auf einer Servierplatte anrichten, idealerweise auf einem Bett aus warmem Sauerkraut.

Anmerkungen:

Milzwurst ist eine traditionelle bayerische Spezialität – besonders in Niederbayern und im Münchner Raum –, hergestellt aus Wurstbrät mit Rinder-/Schweinemilz (teils Weißwurstmasse-Anteil), historisch regional verankert. Typisch wird sie in Scheiben entweder pur in Butterschmalz gebraten oder paniert und ausgebacken serviert. Als Beilage sind Kartoffelsalat und Bratensoße besonders verbreitet; auch Varianten mit Salat oder Sauerkraut sind beliebt. Quellen erwähnen zudem, dass Milzwurst früher auch als Einlage Verwendung fand – ein Hinweis auf ihre lange Alltags- und Wirtshaus­tradition in Bayern.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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