Mehlspeise mit Schotto

Soufflé-Schnitten mit Weinschaum

das original Rezept

Man setzt 1/2 Mß. Rahm oder gute Milch in einer Pfane auf 
das Feuer nimmt 1/4 Pf Butter u. drückt diesen recht gut mit 
Mehl ab, das es ein fester Ballen wird, wenn die Milch oder 
Rahm kocht, thut man die Mehl-Butter hinein rührt aber 
beständig, damit es sich auflöst, läßt es dann recht dück 
einkochen, thut es in eine tiefe Schüßl, u. läßt es aus- 
kühlen, dan rührt man 8 Eidotter u. noch 2 Eier den
Schnee geschlagen dazu ein wenig SaLz u. Zucker u auch 
Zucker auf Zittron abgerieben so viel man nöthig findet
dan nimmt man ein reines Bachblech, bestreicht es mit 
Butter, u. gibt von den Teig fingerdick darauf, u. backt
es in nicht zu heißen Rohr wenn es gebacken ist, werden
lauter runde Blättchen ausgestochen, dan lägt man die 
Blätchen auf eine runde Blatte, man kann sie auch
mit Eingesottenen füllen, die Abfälle werden in
die Mitte der Blatte gegeben, dan wird von 6 Ei
dotter 1 Quart Wein u. Zucker nach Gutdenken
ein Schotto gemacht, u. gibt ihn wenn er dick ist
in die Mitte der Blatte über die Blättchen, die
außen herum gelegten dürfen nicht übergoßen werden.

das heutige Rezept

Menge:
26 Personen
Zubereitung:
35 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 500 ml Vollmilch oder Sahne
  • 140 g Butter
  • 120 g Weizenmehl
  • 8 Eigelb
  • 2 Eiweiß steif geschlagen
  • 60-80 g Zucker
  • 1/2 Bio-Zitrone Abrieb
  • 1 Prise Salz
  • Butter für das Blech
  • feste Marmelade optional
für den Weinschaum:
  • 6 Eigelb
  • 250 ml Weißwein trocken
  • 70-100 g Zucker je nachdem wie süß der Wein ist
  • 1-2 TL Zitronensaft

Zubereitung:

  • Sehr dicke Grundmasse kochen: Milch/Sahne in einem Topf erhitzen. Butter mit Mehl zu einer festen Paste verkneten und in die kochende Flüssigkeit einrühren. Unter ständigem Rühren 2–3 Minuten sanft köcheln lassen, bis eine glatte, sehr dicke Creme entsteht. In eine Schüssel streichen und auf lauwarm abkühlen lassen.
  • Eiern zufügen: Zucker, Zitronenabrieb und Salz einrühren. 8 Eigelb nach und nach gründlich unterarbeiten. 2 Eiweiß steif schlagen und luftig unterheben.
  • Backen & Ausstechen: Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Blech buttern (oder Papier nutzen). Masse finger­dick (ca. 1 cm) aufstreichen und 15–18 Minuten backen, bis sie gesetzt und blassgolden ist. Kurz abkühlen, dann mit einem runden Ausstecher Scheiben ausstechen. Optional je zwei Scheiben mit etwas Marmelade zusammensetzen. Abschnitte als Hügel in die Plattenmitte legen; die runden Stücke ringsum anordnen (so beschreibt es das Original).
  • Weinschotto (Weinschaum): Eigelb, Zucker, Wein und Zitronensaft über sanft siedendem Wasserbad mit dem Schneebesen schlagen, bis eine dick-schaumige Creme entsteht (nicht kochen!). Sofort verwenden.
  • Anrichten: Den heißen Schotto nur in die Mitte über die Abschnitte gießen; die außen drapierten Blättchen nicht übergießen – so bleibt der Kontrast aus knusprig/cremig wie im Original beschrieben.

Anmerkungen:

Zeitgenössisch steht „Schotto“ für einen Weinschaum (frz. Chaudeau), eine im Wasserbad aufgeschlagene Creme aus Eigelb, Zucker, Wein – in Österreich/Süddeutschland verbreitet und häufig als Sauce zu Mehlspeisen gereicht.  Der Weinschaum sollte frisch serviert werden – er fällt bei Standzeit zusammen, was zeitgenössische Quellen ebenfalls betonen. Alternativ alkoholfrei mit Apfelsaft + Zitronensaft als „Most-Schotto“. Wer mehr „Soufflé-Luft“ mag, hebt zusätzlich 1–2 Eiweiß unter; wer kompakter möchte, reduziert das Mehl auf 100 g. 

Mehlspeise mit Schotto

Soufflé-Schnitten mit Weinschaum

das original Rezept


Man setzt 1/2 Mß. Rahm oder gute Milch in einer Pfane auf 
das Feuer nimmt 1/4 Pf Butter u. drückt diesen recht gut mit 
Mehl ab, das es ein fester Ballen wird, wenn die Milch oder 
Rahm kocht, thut man die Mehl-Butter hinein rührt aber 
beständig, damit es sich auflöst, läßt es dann recht dück 
einkochen, thut es in eine tiefe Schüßl, u. läßt es aus- 
kühlen, dan rührt man 8 Eidotter u. noch 2 Eier den
Schnee geschlagen dazu ein wenig SaLz u. Zucker u auch 
Zucker auf Zittron abgerieben so viel man nöthig findet
dan nimmt man ein reines Bachblech, bestreicht es mit 
Butter, u. gibt von den Teig fingerdick darauf, u. backt
es in nicht zu heißen Rohr wenn es gebacken ist, werden
lauter runde Blättchen ausgestochen, dan lägt man die 
Blätchen auf eine runde Blatte, man kann sie auch
mit Eingesottenen füllen, die Abfälle werden in
die Mitte der Blatte gegeben, dan wird von 6 Ei
dotter 1 Quart Wein u. Zucker nach Gutdenken
ein Schotto gemacht, u. gibt ihn wenn er dick ist
in die Mitte der Blatte über die Blättchen, die
außen herum gelegten dürfen nicht übergoßen werden.

das heutige Rezept

Menge:
26 Personen
Zubereitung:
35 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 500 ml Vollmilch oder Sahne
  • 140 g Butter
  • 120 g Weizenmehl
  • 8 Eigelb
  • 2 Eiweiß steif geschlagen
  • 60-80 g Zucker
  • 1/2 Bio-Zitrone Abrieb
  • 1 Prise Salz
  • Butter für das Blech
  • feste Marmelade optional
für den Weinschaum:
  • 6 Eigelb
  • 250 ml Weißwein trocken
  • 70-100 g Zucker je nachdem wie süß der Wein ist
  • 1-2 TL Zitronensaft

Zubereitung:

  • Sehr dicke Grundmasse kochen: Milch/Sahne in einem Topf erhitzen. Butter mit Mehl zu einer festen Paste verkneten und in die kochende Flüssigkeit einrühren. Unter ständigem Rühren 2–3 Minuten sanft köcheln lassen, bis eine glatte, sehr dicke Creme entsteht. In eine Schüssel streichen und auf lauwarm abkühlen lassen.
  • Eiern zufügen: Zucker, Zitronenabrieb und Salz einrühren. 8 Eigelb nach und nach gründlich unterarbeiten. 2 Eiweiß steif schlagen und luftig unterheben.
  • Backen & Ausstechen: Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Blech buttern (oder Papier nutzen). Masse finger­dick (ca. 1 cm) aufstreichen und 15–18 Minuten backen, bis sie gesetzt und blassgolden ist. Kurz abkühlen, dann mit einem runden Ausstecher Scheiben ausstechen. Optional je zwei Scheiben mit etwas Marmelade zusammensetzen. Abschnitte als Hügel in die Plattenmitte legen; die runden Stücke ringsum anordnen (so beschreibt es das Original).
  • Weinschotto (Weinschaum): Eigelb, Zucker, Wein und Zitronensaft über sanft siedendem Wasserbad mit dem Schneebesen schlagen, bis eine dick-schaumige Creme entsteht (nicht kochen!). Sofort verwenden.
  • Anrichten: Den heißen Schotto nur in die Mitte über die Abschnitte gießen; die außen drapierten Blättchen nicht übergießen – so bleibt der Kontrast aus knusprig/cremig wie im Original beschrieben.

Anmerkungen:

Zeitgenössisch steht „Schotto“ für einen Weinschaum (frz. Chaudeau), eine im Wasserbad aufgeschlagene Creme aus Eigelb, Zucker, Wein – in Österreich/Süddeutschland verbreitet und häufig als Sauce zu Mehlspeisen gereicht.  Der Weinschaum sollte frisch serviert werden – er fällt bei Standzeit zusammen, was zeitgenössische Quellen ebenfalls betonen. Alternativ alkoholfrei mit Apfelsaft + Zitronensaft als „Most-Schotto“. Wer mehr „Soufflé-Luft“ mag, hebt zusätzlich 1–2 Eiweiß unter; wer kompakter möchte, reduziert das Mehl auf 100 g. 

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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