Königs-Bisquitt

Königs-Biskuitküchlein mit Marmelade

das original Rezept

4 Lth Mandeln werden mit 4 Lth. Zucker recht fein
gestoßen nimt 1 1⁄2 lth. feines Mehl mit einem Eier-
weiß recht gut gerührt u. von 3 Eier den Schnee,
wenn man will so kann man ihm Vanille-Geschmack
geben, wenn man keine Blechkapsel hat so macht man Papier 
Kapsel schmiert sie mit Butter füllt sie halb u.
backt sie bei mittler Hitze, nimmt sie heraus u. läßt
sie auskühlen, dan schneidet man sie auseinander füllt
sie mit Eingesottenen u. legt sie wieder zusammen, wenn
man will kann mans auch mit weißen Ei überziehen.

das heutige Rezept

Menge:
12 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 60 g Mandeln geschält, fein gemahlen
  • 60 g Zucker fein
  • 20-25 g Weizenmehl
  • 4 Eiweiß 1 für die Masse, 3 als Schnee
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 TL Vanille optional oder Zitronenabrieb
zum Füllen:
  • 150-200 g Konfitüre fest, Marille/Aprikose oder Ribisel/Johannisbeere
Royal Icing:
  • 120 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß
  • Zitronensaft

Zubereitung:

  • Mandel-Biskuitmasse rühren: Mandeln, Zucker, Mehl und (falls gewünscht) Vanille/Zitronenabrieb mischen. 1 Eiweiß mit 1 Prise Salz kurz glatt rühren und unter die Mandel-Zucker-Mehl-Mischung arbeiten, bis eine pastige Masse entsteht.
  • Eischnee unterheben: Die restlichen 3 Eiweiß steif schlagen. Zuerst ein Drittel unterrühren, dann den restlichen Schnee sorgfältig luftig unterheben. Die Masse soll dick, aber spritzfähig bleiben.
  • Backen: Ein Blech mit Papierkapseln (kleine Muffin-/Konfektförmchen) bestücken. Masse nur halbhoch einfüllen. Im vorheizten Ofen bei 170 °C Ober-/Unterhitze 12–15 Minuten hellgolden backen. Vollständig auskühlen lassen.
  • Füllen & (optional) glasieren: Küchlein waagrecht aufschneiden, mit Marmelade bestreichen, wieder zusammensetzen. Wer mag, dünn mit Royal Icing überziehen und trocknen lassen.
  • Hinweise & Varianten: 
    Die Masse ist bewusst mehlarm – die Textur liegt zwischen Biskuit und Mandelbaiser, zart und leicht klebrig: ideal zum Füllen.
    Anstelle von Papierkapseln funktionieren auch kleine Metall-Kapseln oder eine Mini-Muffinform (gut fetten/mehlen).
    Klassisch mit Marillen- oder Ribiselmarmelade; modern auch mit Orangengelee oder Himbeere.

Anmerkungen:

Solche kleinen Biskuit- und Mandelgebäcke in Kapseln, mit Konfitüre gefüllt gehörten im 19. Jahrhundert zum Standardrepertoire der bürgerlichen Konditorei im süddeutsch-österreichischen Raum. 
Die Bezeichnungen variieren – „Biskuitkapseln“, „Bisquits in Kapseln“, „Törtchen“ u. ä. – das Prinzip entspricht exakt dem hier beschriebenen Doppeldecker-Gebäck. 
Warum „weißes Ei darüber“? Gemeint ist der damals übliche Eiweiß-Zuckerguss (Royal Icing) – ein schneeweißer, hart trocknender Überzug, der Petit-Fours-Gebäck haltbarer und transportfähig machte.

Königs-Bisquitt

Königs-Biskuitküchlein mit Marmelade

das original Rezept


4 Lth Mandeln werden mit 4 Lth. Zucker recht fein
gestoßen nimt 1 1⁄2 lth. feines Mehl mit einem Eier-
weiß recht gut gerührt u. von 3 Eier den Schnee,
wenn man will so kann man ihm Vanille-Geschmack
geben, wenn man keine Blechkapsel hat so macht man Papier 
Kapsel schmiert sie mit Butter füllt sie halb u.
backt sie bei mittler Hitze, nimmt sie heraus u. läßt
sie auskühlen, dan schneidet man sie auseinander füllt
sie mit Eingesottenen u. legt sie wieder zusammen, wenn
man will kann mans auch mit weißen Ei überziehen.

das heutige Rezept

Menge:
12 Stück
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 60 g Mandeln geschält, fein gemahlen
  • 60 g Zucker fein
  • 20-25 g Weizenmehl
  • 4 Eiweiß 1 für die Masse, 3 als Schnee
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 TL Vanille optional oder Zitronenabrieb
zum Füllen:
  • 150-200 g Konfitüre fest, Marille/Aprikose oder Ribisel/Johannisbeere
Royal Icing:
  • 120 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß
  • Zitronensaft

Zubereitung:

  • Mandel-Biskuitmasse rühren: Mandeln, Zucker, Mehl und (falls gewünscht) Vanille/Zitronenabrieb mischen. 1 Eiweiß mit 1 Prise Salz kurz glatt rühren und unter die Mandel-Zucker-Mehl-Mischung arbeiten, bis eine pastige Masse entsteht.
  • Eischnee unterheben: Die restlichen 3 Eiweiß steif schlagen. Zuerst ein Drittel unterrühren, dann den restlichen Schnee sorgfältig luftig unterheben. Die Masse soll dick, aber spritzfähig bleiben.
  • Backen: Ein Blech mit Papierkapseln (kleine Muffin-/Konfektförmchen) bestücken. Masse nur halbhoch einfüllen. Im vorheizten Ofen bei 170 °C Ober-/Unterhitze 12–15 Minuten hellgolden backen. Vollständig auskühlen lassen.
  • Füllen & (optional) glasieren: Küchlein waagrecht aufschneiden, mit Marmelade bestreichen, wieder zusammensetzen. Wer mag, dünn mit Royal Icing überziehen und trocknen lassen.
  • Hinweise & Varianten: 
    Die Masse ist bewusst mehlarm – die Textur liegt zwischen Biskuit und Mandelbaiser, zart und leicht klebrig: ideal zum Füllen.
    Anstelle von Papierkapseln funktionieren auch kleine Metall-Kapseln oder eine Mini-Muffinform (gut fetten/mehlen).
    Klassisch mit Marillen- oder Ribiselmarmelade; modern auch mit Orangengelee oder Himbeere.

Anmerkungen:

Solche kleinen Biskuit- und Mandelgebäcke in Kapseln, mit Konfitüre gefüllt gehörten im 19. Jahrhundert zum Standardrepertoire der bürgerlichen Konditorei im süddeutsch-österreichischen Raum. 
Die Bezeichnungen variieren – „Biskuitkapseln“, „Bisquits in Kapseln“, „Törtchen“ u. ä. – das Prinzip entspricht exakt dem hier beschriebenen Doppeldecker-Gebäck. 
Warum „weißes Ei darüber“? Gemeint ist der damals übliche Eiweiß-Zuckerguss (Royal Icing) – ein schneeweißer, hart trocknender Überzug, der Petit-Fours-Gebäck haltbarer und transportfähig machte.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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