Karthofflknödl

Kartoffelklöße

das original Rezept

Siede mehrere Karthoffel, schälle sie ab u. laße sie auskühlen
dan reibe sie auf, schneide Semmeln gewirflt auf wiege
1 Zwiebl u. Petersielgrün thue in einen Tigl ein Stück
Butter u reste die Semmeln u. Zwiebl darin, laße sie aber
nicht zu starrwerden, dan schlage mehrere Eier hinein
salze sie gehörig mache sie gut ab u schlage sie in siedendes Salz Waßer.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
45 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 600 g Kartoffeln 4 mittelgroße, mehligkochend
  • 2 Semmeln altbacken oder 100 g Weißbrot
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • 2 EL Petersilie fein gehackt, 1 kleiner Bund
  • 2 EL Butter
  • 2-3 Eier je nach Größe
  • Salz
  • Muskat nach Geschmack

Zubereitung:

  • Kartoffeln kochen und vorbereiten: Die Kartoffeln mit Schale in einem Topf mit Salzwasser weich kochen (ca. 20–25 Minuten). Anschließend abgießen, schälen und vollständig auskühlen lassen. Die abgekühlten Kartoffeln fein reiben (oder durch eine Kartoffelpresse drücken) und in eine Schüssel geben.
  • Semmeln und Zwiebeln vorbereiten: Die altbackenen Semmeln in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. In einem Topf (im Original „Tigl“) die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Semmelwürfel und die gehackte Zwiebel darin anrösten, bis sie goldbraun sind, aber nicht zu knusprig oder hart werden (ca. 3–5 Minuten). Die gerösteten Semmeln und Zwiebeln zu den geriebenen Kartoffeln geben.
  • Teig zubereiten: Die Eier in die Kartoffel-Semmel-Mischung schlagen. Die gehackte Petersilie und eine Prise Salz hinzufügen. Alles gründlich vermengen, bis ein gleichmäßiger, leicht klebriger Teig entsteht. Der Teig sollte formbar sein, aber nicht zu weich. (Falls zu weich: 5 Minuten stehen lassen, damit die Semmeln Flüssigkeit binden.)
  • Klöße formen und kochen: Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen (das Wasser sollte heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen). Aus dem Teig kleine Klöße formen (ca. 3–4 cm Durchmesser, 10-12 Stück). Die Klöße vorsichtig in das siedende Wasser geben und etwa 10–15 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und durchgegart sind.
  • Anrichten: Die Klöße mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in einer Suppenschüssel oder auf Tellern anrichten. Optional mit etwas heißer Fleisch- oder Gemüsebrühe servieren, wie es in der damaligen Küche üblich war.

Anmerkungen:

In Oberbayern gehören Kartoffelknödel und kleine Erdäpfel-Nockerl seit dem 19. Jahrhundert zum Grundrepertoire; die Kombination aus Kartoffel, Semmelwürfeln, Zwiebel und Petersilie trifft den typisch süddeutsch-böhmischen Geschmack. Sie wurden zweifach genutzt: als Suppeneinlage in klarer Rinds- oder Gemüsebrühe und als Beilage zu Braten, Ragouts oder Pilzgerichten. Ein wenig braune Butter oder frische Petersilie obenauf passt klassisch, in der Suppe genügen Schnittlauch und ein Hauch Muskat. Die Brotkomponente bringt Würze und sorgt für eine lockere, saftige Struktur – bis heute in bayerischen Wirtshausküchen vertraut.

Karthofflknödl

Kartoffelklöße

das original Rezept


Siede mehrere Karthoffel, schälle sie ab u. laße sie auskühlen
dan reibe sie auf, schneide Semmeln gewirflt auf wiege
1 Zwiebl u. Petersielgrün thue in einen Tigl ein Stück
Butter u reste die Semmeln u. Zwiebl darin, laße sie aber
nicht zu starrwerden, dan schlage mehrere Eier hinein
salze sie gehörig mache sie gut ab u schlage sie in siedendes Salz Waßer.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
45 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 600 g Kartoffeln 4 mittelgroße, mehligkochend
  • 2 Semmeln altbacken oder 100 g Weißbrot
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • 2 EL Petersilie fein gehackt, 1 kleiner Bund
  • 2 EL Butter
  • 2-3 Eier je nach Größe
  • Salz
  • Muskat nach Geschmack

Zubereitung:

  • Kartoffeln kochen und vorbereiten: Die Kartoffeln mit Schale in einem Topf mit Salzwasser weich kochen (ca. 20–25 Minuten). Anschließend abgießen, schälen und vollständig auskühlen lassen. Die abgekühlten Kartoffeln fein reiben (oder durch eine Kartoffelpresse drücken) und in eine Schüssel geben.
  • Semmeln und Zwiebeln vorbereiten: Die altbackenen Semmeln in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. In einem Topf (im Original „Tigl“) die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Semmelwürfel und die gehackte Zwiebel darin anrösten, bis sie goldbraun sind, aber nicht zu knusprig oder hart werden (ca. 3–5 Minuten). Die gerösteten Semmeln und Zwiebeln zu den geriebenen Kartoffeln geben.
  • Teig zubereiten: Die Eier in die Kartoffel-Semmel-Mischung schlagen. Die gehackte Petersilie und eine Prise Salz hinzufügen. Alles gründlich vermengen, bis ein gleichmäßiger, leicht klebriger Teig entsteht. Der Teig sollte formbar sein, aber nicht zu weich. (Falls zu weich: 5 Minuten stehen lassen, damit die Semmeln Flüssigkeit binden.)
  • Klöße formen und kochen: Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen (das Wasser sollte heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen). Aus dem Teig kleine Klöße formen (ca. 3–4 cm Durchmesser, 10-12 Stück). Die Klöße vorsichtig in das siedende Wasser geben und etwa 10–15 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und durchgegart sind.
  • Anrichten: Die Klöße mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in einer Suppenschüssel oder auf Tellern anrichten. Optional mit etwas heißer Fleisch- oder Gemüsebrühe servieren, wie es in der damaligen Küche üblich war.

Anmerkungen:

In Oberbayern gehören Kartoffelknödel und kleine Erdäpfel-Nockerl seit dem 19. Jahrhundert zum Grundrepertoire; die Kombination aus Kartoffel, Semmelwürfeln, Zwiebel und Petersilie trifft den typisch süddeutsch-böhmischen Geschmack. Sie wurden zweifach genutzt: als Suppeneinlage in klarer Rinds- oder Gemüsebrühe und als Beilage zu Braten, Ragouts oder Pilzgerichten. Ein wenig braune Butter oder frische Petersilie obenauf passt klassisch, in der Suppe genügen Schnittlauch und ein Hauch Muskat. Die Brotkomponente bringt Würze und sorgt für eine lockere, saftige Struktur – bis heute in bayerischen Wirtshausküchen vertraut.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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