Käse-Kuchen
Käsekuchen mit Topfen
das original Rezept
Nim für 4 x Topfen verühre Ihn recht fein 5 Eiergelb daran nebst Zucker u. kleine Rosinen Salz u. 1 Schoppen sauren Rahm u. einen Eßlöffl voll Mehl macht einen Butterteigvon 1⁄4 Pf. Butter thut den Lästeig darauf u. backt ihn im Rohr.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 1 kg Topfen/Quark
- 5 Eigelb
- 150-180 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Bio-Zitrone Abrieb
- 60-80 g Rosinen in Rum oder Wein eingeweicht, vor Verwendung mit Mehl bestäuben
- 250-300 ml Sauerrahm/Schmand
- 1 EL Mehl
Butterteig-Boden
- 140 g Butter kalt
- 200 g Weizenmehl
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
Zubereitung:
- Quarkfüllung vorbereiten: Topfen glatt rühren. Eigelb mit Zucker cremig schlagen, unter den Topfen rühren. Zitronenschale, Salz, Sauerrahm und Mehl einarbeiten, zum Schluss Rosinen unterheben.
- Butterteig zubereiten: Mehl, Salz (und optional Zucker) mischen. Butter in Würfeln einarbeiten, Ei zugeben und rasch zu einem glatten Mürbteig verkneten. Zu einer Scheibe drücken, 30 Min. kühl ruhen lassen.
- Form vorbereiten: Eine Kuchenform mit Butter ausfetten, den Teig ausrollen und in die Form legen, dabei einen Rand formen.
- Füllung einfüllen: Die Quarkfüllung auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen.
- Backen: Den Kuchen im Ofen (ca. 175 °C Ober-/Unterhitze) 50-60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist, dei Mitte aber noch leicht „wabbelt“.
- Anrichten: Im ausgeschalteten Ofen 10 Minuten nachziehen lassen, dann herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. In Stücke schneiden und servieren.
Anmerkungen:
„Topfen“ ist die österreichische Bezeichnung für Quark und wird in Österreich standardsprachlich verwendet. Käsekuchen/Topfenkuchen ist im deutschsprachigen Raum seit der Frühen Neuzeit belegt; als frühes modernes Rezept gilt Anna Wecker 1598 (mit Quark, Eiern, Butter, Zucker), im 19. Jahrhundert sind Varianten mit Mürbteigboden, Rosinen und Rahm in bürgerlichen Kochbüchern verbreitet – dein Rezept fügt sich genau dort ein.
Besonders ist die sparsame Menge an Mehl in der Füllung, die eine cremige, puddingartige Konsistenz ergibt, im Gegensatz zu modernen Käsekuchen, die oft mehr Mehl oder Stärke verwenden.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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