Hollippen
Hohlhippen-Röllchen ohne Ei
das original Rezept
3 Taßen Mehl mit 3 gehäuften Eßlöffl voll Zucker werden mitkalter Milch so dünn angerührt das es wie ein dicke Milch ist, wenn die Maaße gut vermischt ist wird das Eisen mit Wachsbestrichen gut heiß gemacht u. sodann die Hollippen sehrdün ausgebacken u. zusammgewickelt.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 300 g Weizenmehl
- 60 g Zucker
- 600-650 ml Milch kalt, so viel, bis die Masse „wie dicke Milch“ fließt
- 1 Prise Salz optional
- neutrales Öl zum Ausfetten
Zubereitung:
- Teig anrühren: Mehl und Zucker (und optional Salz) mischen. Milch nach und nach einrühren, bis eine glatte, dünnfließende Masse entsteht – Konsistenz dicker Trinkjoghurt/„dicke Milch“. 5–10 Minuten ruhen lassen (Mehl quillt, Teig wird gleichmäßig).
- Eisen vorbereiten: Waffel-/Hippen-Eisen gut vorheizen und dünn fetten.Historisch wurde das Eisen mit Wachs bestrichen – das nicht nachmachen. Heute: neutrales Öl oder geklärte Butter verwenden.
- Dünn ausbacken: Sehr wenig Teig (1–2 EL) ins Eisen geben, so dünn wie möglich verstreichen/zusammenpressen und hellgolden backen. Die Platten sollen elastisch bleiben (nicht zu dunkel), damit sie sich formen lassen.
- Aufrollen: Die noch heiße Platte sofort über einen Holzstab/Kegel zu Röllchen („Hohl-Hippen“) drehen und kurz festhalten, bis sie knusprig wird. Auf Gitter auskühlen lassen. Mit dem restlichen Teig fortfahren.
- Servieren: Pur mit Puderzucker – oder modern gefüllt (Schlagrahm, Eis, Obst). Trocken in Dosen lagern; sie bleiben so knusprig.
Anmerkungen:
Zweiter „Hollippen“-Typ: Im Buch auf Seite 150 gibt es bereits Hollippen mit Eiweiß-Teig (und Wein/Milch). Dieses Rezept hier ist die puristische Mehl–Milch–Zucker-Variante – ebenfalls historisch belegt. Beide gehören zur Familie der Hippen/Hohlhippen; der Hauptunterschied ist die Bindung (ohne vs. mit Ei).
Konsistenz steuern: Reißt die Platte → minimal dicker backen oder Teig einen Tick dicker rühren. Wird sie zu weich → etwas länger backen.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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