Hasenschlegl

Hasenschenkel aus Bratenresten

das original Rezept

Wiege alten Brat und Zwiebl u Petersielgrünes, dan
thue 1 Stück Butter in eine Schüßl rühre ihn mit einer 
abgeschällten in Milch eingeichten Semel u 2 Eier gut ab, 
drücke aber die Semmel gut aus, thue das Fleisch hinein u. 
Knette es gut ab, dan bilde ein kleines Schlegel besträue 
es mit Semelbrößl u brate es im Rohr mit sauren Rahm.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
30 Minuten

Zutaten:

  • 400 g Braten übrig gebliebener
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • 2 EL Petersilie 1 kleiner Bund
  • 1 EL Butter
  • 1 Semmel altbacken, oder 50 g Weißbrot
  • 50 ml Milch
  • 2 Eier
  • 4 EL Semmelbrösel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml saure Sahne
  • 1 Prise Muskatnuss optional

Zubereitung:

  • Fleisch und Semmel vorbereiten: Den übrig gebliebenen Braten fein wiegen oder durch den Fleischwolf drehen. Die Zwiebel und Petersilie fein hacken. Die Semmel in kleine Stücke schneiden, in der Milch einweichen, bis sie weich ist (ca. 5 Minuten), und gut ausdrücken.
  • Teig zubereiten: In einer Schüssel die Butter schaumig rühren. Die Eier und die ausgedrückte Semmel hinzufügen und gut verrühren. Das gehackte Fleisch, die Zwiebel, Petersilie, Salz und optional Pfeffer sowie Muskatnuss untermischen. Alles gründlich verkneten, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
  • Schlegel formen: Aus der Fleischmasse kleine, längliche Laibe formen, die an Hasenschenkel erinnern (ca. 8–10 cm lang). Die geformten Schlegel in Semmelbröseln wenden, sodass sie gleichmäßig paniert sind.
  • Backen: Die panierten Schlegel auf ein mit Butter eingefettetes Backblech legen. Die saure Sahne gleichmäßig über die Schlegel geben oder sie damit bestreichen. Im vorgeheizten Ofen (ca. 180 °C, Ober-/Unterhitze) etwa 30 Minuten backen, bis die Schlegel goldbraun sind und die saure Sahne eine leichte Kruste bildet.
  • Anrichten: Die gebackenen Hasenschlegel aus dem Ofen nehmen und auf einer Servierplatte anrichten. Heiß servieren, optional mit etwas frischer Petersilie bestreut.

Anmerkungen:

„Hasenschlegl“ steht sinngemäß für geformte Bratenreste: Das Feinhacken von übrigem Braten mit eingeweichter Semmel, Butter und Ei gehört zur bürgerlichen Reste­küche des 19. Jahrhunderts.; schon Henriette Davidis hebt die „zweckmäßige Verwendung der Reste“ als Küchenprinzip hervor.
Das Formieren als „Hase“ ist zeittypisch: Der „Falsche Hase“ (Hack-/Fleischlaib in Hasenform) ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kochbüchern belegt.
Der Sauerrahm-Abschluss passt zur Wiener/altösterreichischen Gepflogenheit, Fleischspeisen in Einmach/Rahm zu servieren; diese Praxis prägte den austro-bayerischen Raum insgesamt. Fleischlaibe (faschierter Braten) werden bis heute mit Kartoffelbeilagen/Salat als Hauptspeise gereicht.

Hasenschlegl

Hasenschenkel aus Bratenresten

das original Rezept


Wiege alten Brat und Zwiebl u Petersielgrünes, dan
thue 1 Stück Butter in eine Schüßl rühre ihn mit einer 
abgeschällten in Milch eingeichten Semel u 2 Eier gut ab, 
drücke aber die Semmel gut aus, thue das Fleisch hinein u. 
Knette es gut ab, dan bilde ein kleines Schlegel besträue 
es mit Semelbrößl u brate es im Rohr mit sauren Rahm.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
30 Minuten

Zutaten:

  • 400 g Braten übrig gebliebener
  • 1 Zwiebel mittelgroß
  • 2 EL Petersilie 1 kleiner Bund
  • 1 EL Butter
  • 1 Semmel altbacken, oder 50 g Weißbrot
  • 50 ml Milch
  • 2 Eier
  • 4 EL Semmelbrösel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml saure Sahne
  • 1 Prise Muskatnuss optional

Zubereitung:

  • Fleisch und Semmel vorbereiten: Den übrig gebliebenen Braten fein wiegen oder durch den Fleischwolf drehen. Die Zwiebel und Petersilie fein hacken. Die Semmel in kleine Stücke schneiden, in der Milch einweichen, bis sie weich ist (ca. 5 Minuten), und gut ausdrücken.
  • Teig zubereiten: In einer Schüssel die Butter schaumig rühren. Die Eier und die ausgedrückte Semmel hinzufügen und gut verrühren. Das gehackte Fleisch, die Zwiebel, Petersilie, Salz und optional Pfeffer sowie Muskatnuss untermischen. Alles gründlich verkneten, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
  • Schlegel formen: Aus der Fleischmasse kleine, längliche Laibe formen, die an Hasenschenkel erinnern (ca. 8–10 cm lang). Die geformten Schlegel in Semmelbröseln wenden, sodass sie gleichmäßig paniert sind.
  • Backen: Die panierten Schlegel auf ein mit Butter eingefettetes Backblech legen. Die saure Sahne gleichmäßig über die Schlegel geben oder sie damit bestreichen. Im vorgeheizten Ofen (ca. 180 °C, Ober-/Unterhitze) etwa 30 Minuten backen, bis die Schlegel goldbraun sind und die saure Sahne eine leichte Kruste bildet.
  • Anrichten: Die gebackenen Hasenschlegel aus dem Ofen nehmen und auf einer Servierplatte anrichten. Heiß servieren, optional mit etwas frischer Petersilie bestreut.

Anmerkungen:

„Hasenschlegl“ steht sinngemäß für geformte Bratenreste: Das Feinhacken von übrigem Braten mit eingeweichter Semmel, Butter und Ei gehört zur bürgerlichen Reste­küche des 19. Jahrhunderts.; schon Henriette Davidis hebt die „zweckmäßige Verwendung der Reste“ als Küchenprinzip hervor.
Das Formieren als „Hase“ ist zeittypisch: Der „Falsche Hase“ (Hack-/Fleischlaib in Hasenform) ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kochbüchern belegt.
Der Sauerrahm-Abschluss passt zur Wiener/altösterreichischen Gepflogenheit, Fleischspeisen in Einmach/Rahm zu servieren; diese Praxis prägte den austro-bayerischen Raum insgesamt. Fleischlaibe (faschierter Braten) werden bis heute mit Kartoffelbeilagen/Salat als Hauptspeise gereicht.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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