Gebackene Vanille-Nudl

Vanille-Nudeln mit heißer Vanillesauce

das original Rezept

Man nimmt 1 Viert. Mehl 2 Lth. Zucker mit etwas gestoßener 
Vanille u. mit sauren Rahm vermischt, walzt ihn so
dick aus als wie zu gestutzte Nudl, schneidet sie in gleicher
Art u. backe sie schön gelb in Schmalz richtet Sie auf 
eine Schüßl, nehme 1⁄2 Mß. Rahm mit 8 Eiergelb u. ge- 
stoßene Vanille rühre es am Feüer bis es dick wird 
dan gib ihn über die Nudl.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
25 Minuten
Kochzeit:

Zutaten:

für den Teig ("Nudeln"):
  • 250 g Weizenmehl
  • 35 g Zucker
  • 1 TL Vanille gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 180-220 g Sauerrahm
  • Schmalz zum Frittieren
für die Vanillesauce:
  • 500 ml Süßer Rahm/Sahne
  • 8 Eigelb
  • 1 TL Vanille
  • 60-80 g Zucker im Original nicht genannt; aber nötig für eine klassische Vanillesauce

Zubereitung:

  • Teig ansetzen: Mehl, Zucker, Vanille und Salz mischen. Sauerrahm einarbeiten, bis ein glatter, fester, aber rollbarer Teig entsteht (bei Bedarf 1–2 EL Mehl zugeben). 10–15 Minuten ruhen lassen.
  • Ausrollen & „Nudeln“ schneiden: Teig auf wenig Mehl 2–3 mm dick ausrollen (wie für breite Bandnudeln). In gleichmäßige Streifen schneiden.
  • Frittieren: Schmalz/Öl auf 170–175 °C erhitzen. Teigstreifen portionsweise goldgelb ausbacken (je Seite ~45–60 Sek.), auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und in eine vorgewärmte Schüssel geben.
  • Heiße Vanillesauce kochen: Sahne mit Vanille erhitzen. Eigelb mit Zucker verrühren, etwas heiße Sahne angleichen, dann zur restlichen Sahne geben und unter Rühren bei 82–84 °C zur Rose abziehen (nicht kochen!). Konsistenz ggf. mit wenig Milch einstellen. Sofort über die frisch gebackenen Nudeln gießen. 
  • Servieren: Direkt heiß servieren; optional mit etwas Staubzucker bestäuben.

Anmerkungen:

Süße „Mehlspeise“ aus dem Donauraum: Das Gericht verbindet frittierte Teigstreifen mit einer heißen Eier-Vanillesauce. Solche süßen Mehlgerichte sind ein Markenzeichen der österreichisch-süddeutschen Küche des 19. Jahrhunderts – häufig als eigenständige Mahlzeit oder üppiges Dessert. Die Sauce ist praktisch eine Crème anglaise: Eine Eier-Milch/Sahne-Vanillesauce, die bei ~82–84 °C bindet. Achtung: Kochen lässt Dotter stocken. Nicht zu dick ausrollen, dann ist Knusper garantiert! Vanillesauce erst zum Schluss ziehen – so bleibt sie seidig und wärmt die Nudeln.
Süße justieren: Das Original nennt in der Sauce keinen Zucker; geschmacklich bewährt sind 60–80 g.

Gebackene Vanille-Nudl

Vanille-Nudeln mit heißer Vanillesauce

das original Rezept


Man nimmt 1 Viert. Mehl 2 Lth. Zucker mit etwas gestoßener 
Vanille u. mit sauren Rahm vermischt, walzt ihn so
dick aus als wie zu gestutzte Nudl, schneidet sie in gleicher
Art u. backe sie schön gelb in Schmalz richtet Sie auf 
eine Schüßl, nehme 1⁄2 Mß. Rahm mit 8 Eiergelb u. ge- 
stoßene Vanille rühre es am Feüer bis es dick wird 
dan gib ihn über die Nudl.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
25 Minuten
Kochzeit:

Zutaten:

für den Teig ("Nudeln"):
  • 250 g Weizenmehl
  • 35 g Zucker
  • 1 TL Vanille gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 180-220 g Sauerrahm
  • Schmalz zum Frittieren
für die Vanillesauce:
  • 500 ml Süßer Rahm/Sahne
  • 8 Eigelb
  • 1 TL Vanille
  • 60-80 g Zucker im Original nicht genannt; aber nötig für eine klassische Vanillesauce

Zubereitung:

  • Teig ansetzen: Mehl, Zucker, Vanille und Salz mischen. Sauerrahm einarbeiten, bis ein glatter, fester, aber rollbarer Teig entsteht (bei Bedarf 1–2 EL Mehl zugeben). 10–15 Minuten ruhen lassen.
  • Ausrollen & „Nudeln“ schneiden: Teig auf wenig Mehl 2–3 mm dick ausrollen (wie für breite Bandnudeln). In gleichmäßige Streifen schneiden.
  • Frittieren: Schmalz/Öl auf 170–175 °C erhitzen. Teigstreifen portionsweise goldgelb ausbacken (je Seite ~45–60 Sek.), auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und in eine vorgewärmte Schüssel geben.
  • Heiße Vanillesauce kochen: Sahne mit Vanille erhitzen. Eigelb mit Zucker verrühren, etwas heiße Sahne angleichen, dann zur restlichen Sahne geben und unter Rühren bei 82–84 °C zur Rose abziehen (nicht kochen!). Konsistenz ggf. mit wenig Milch einstellen. Sofort über die frisch gebackenen Nudeln gießen. 
  • Servieren: Direkt heiß servieren; optional mit etwas Staubzucker bestäuben.

Anmerkungen:

Süße „Mehlspeise“ aus dem Donauraum: Das Gericht verbindet frittierte Teigstreifen mit einer heißen Eier-Vanillesauce. Solche süßen Mehlgerichte sind ein Markenzeichen der österreichisch-süddeutschen Küche des 19. Jahrhunderts – häufig als eigenständige Mahlzeit oder üppiges Dessert. Die Sauce ist praktisch eine Crème anglaise: Eine Eier-Milch/Sahne-Vanillesauce, die bei ~82–84 °C bindet. Achtung: Kochen lässt Dotter stocken. Nicht zu dick ausrollen, dann ist Knusper garantiert! Vanillesauce erst zum Schluss ziehen – so bleibt sie seidig und wärmt die Nudeln.
Süße justieren: Das Original nennt in der Sauce keinen Zucker; geschmacklich bewährt sind 60–80 g.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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