Gebacken-Erbsensupp
Backerbsen in klarer Suppe
das original Rezept
Thue Milch in einen Tigel u. laße sie sieden, dan thueMehl hinein rühre es mit Eier gut ab salze den Taig gehörig, u lege mit einem Eßlöffel ganz kleine Erbsen in heißes Schmalz u backe sie schön gelb.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 500 ml Milch
- 4 El Mehl
- 2 Eier
- Salz
- Schmalz zum Frittieren, ca. 200–300 g, alternativ Pflanzenöl
- 1 TL Zucker optional, im Original nicht erwähnt
- 1 Prise Muskatnuss optional, im Original nicht erwähnt
Zubereitung:
- Teig zubereiten: In einer Schüssel die Eier mit dem Mehl und einer Prise Salz verrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Der Teig sollte zäh genug sein, um kleine Portionen formen zu können, aber nicht zu fest.
- Milchsuppe vorbereiten: Die Milch in einem Topf (im Original „Tigel“) zum Sieden bringen (leicht köcheln lassen, nicht sprudelnd kochen). Optional kann die Milch mit einer Prise Salz, etwas Zucker oder Muskatnuss abgeschmeckt werden, um den Geschmack zu verfeinern. Die Milch warm halten.
- Teigklößchen backen: In einem tiefen Topf oder einer Pfanne das Schmalz erhitzen, bis es heiß ist (ca. 170–180 °C; ein Holzstäbchen sollte Bläschen bilden, wenn es ins Fett getaucht wird). Mit einem Esslöffel kleine Portionen des Teigs abstechen (etwa erbsengroß) und vorsichtig ins heiße Schmalz geben. Die Klößchen goldgelb backen (ca. 2–3 Minuten pro Seite), dabei gelegentlich wenden. Die gebackenen Klößchen mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einem Tuch abtropfen lassen.
- Anrichten: Die gebackenen Teigklößchen in eine Suppenschüssel geben und die heiße Milchsuppe darüber gießen. Sofort servieren, damit die Klößchen knusprig bleiben, aber die Milchsuppe aufsaugen können.
- Tipps: Konsistenz feinjustieren: Ist der Teig zu fest 1–2 EL Milch hinzugeben, ist er zu weich 1–2 EL Mehl.Nicht zu dunkel backen – hellgold ist klassisch.
Anmerkungen:
„Backerbsen“ sind eine klassische Suppeneinlage des mitteleuropäischen, besonders österreichischen-
bayerischen Raums; schriftlich belegt sind sie bereits 1739, ursprünglich in Schmalz gebacken und zeitweise eine Einlage der Oberschicht.
Der Name bezieht sich auf die erbsengroße Form, regional finden sich Bezeichnungen wie Mehlerbse (D), Suppenperle (CH), Hochzitbolla/Bufferl (AT); serviert werden sie traditionell erst direkt vor dem Anrichten in klarer Suppe, damit sie knusprig bleiben.
Industriell vertrieben werden Backerbsen seit 1953 (Rudolf Ölz, Vorarlberg); auch heutige Hersteller verorten sie ausdrücklich in der bayerischen Tradition.
Das Rezept hier passt genau zu dieser Linie: eine einfache Mehl-Ei-Milch-Einlage, in Fett goldgelb ausgebacken, wie sie bis heute zu klarer Rindsuppe gereicht wird.
bayerischen Raums; schriftlich belegt sind sie bereits 1739, ursprünglich in Schmalz gebacken und zeitweise eine Einlage der Oberschicht.
Der Name bezieht sich auf die erbsengroße Form, regional finden sich Bezeichnungen wie Mehlerbse (D), Suppenperle (CH), Hochzitbolla/Bufferl (AT); serviert werden sie traditionell erst direkt vor dem Anrichten in klarer Suppe, damit sie knusprig bleiben.
Industriell vertrieben werden Backerbsen seit 1953 (Rudolf Ölz, Vorarlberg); auch heutige Hersteller verorten sie ausdrücklich in der bayerischen Tradition.
Das Rezept hier passt genau zu dieser Linie: eine einfache Mehl-Ei-Milch-Einlage, in Fett goldgelb ausgebacken, wie sie bis heute zu klarer Rindsuppe gereicht wird.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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