Böhmische Dalken
Wiener Dalken mit Powidl
das original Rezept
Man schlägt in einen Hafen 6 Eier ab mit 6 Lth. zerlassener Butter 4-5 Eßlöfl Hepfe gibt 1 Pf. feines Mehl dazuein wenig Salz, Zucker nach belieben, rahm was noch nothwendig ist, wenn alles gut abgeschlagen ist, läßt man den Teig im Hafen gut gehen, dan bäckt man die Dalkenin einer dazu gehörigen Pfanne.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 560 g Weizenmehl
- 6 Eier
- 105 g Butter geschmolzen und abgekühlt
- 40-60 g Zucker
- 1/2 TL Salz
- 30 g frische Hefe
- 500 ml Milch
- 150 ml Schlagrahm
- Butterschmalz
- Powidl oder Kompott oder Staubzucker zum Servieren
Zubereitung:
- Vorteig: Hefe in 200 ml lauwarmer Milch mit 1 TL Zucker auflösen, 10–15 Minuten stehen lassen.
- Teig rühren: Eier mit Zucker schaumig schlagen, geschmolzene Butter unterziehen. Mehl, Salz, restliche Milch und Schlagrahm zugeben, mit dem Vorteig zu einem zähfließenden, glatten Teig rühren (dicker als Pfannkuchenteig).
- Gehen lassen: Abgedeckt 45–60 Miuten. gehen lassen, bis der Teig sichtbar luftig ist.
- Ausbacken: Dalkenpfanne oder beschichtete Pfanne dünn fetten. Je 1–1,5 EL Teig in die Vertiefungen setzen, bei mittlerer Hitze beidseitig goldbraun backen. Warmhalten und portionsweise fertigbacken.
- Servieren: Mit Powidl bestreichen oder mit Kompott/Staubzucker servieren.
Anmerkungen:
Dalken/Dalkerln sind eine böhmische Mehlspeise; sie werden traditionell aus Germteig (Hefeteig) in einer Dalken-/Liwanzenpfanne mit runden Vertiefungen in Fett ausgebacken. In Wien und Böhmen sind sie bis heute verankert.
Klassische Begleitung: Powidl (Zwetschkenmus); Dalken und Powidl gelten als Wiener/Böhmische Standardkombi.
Tipp: Die Teigkonsistenz ist entscheidend – löffelzäh, damit die Dalken hochgehen und innen saftig bleiben. Wer keine Dalkenpfanne hat, backt kleine Taler in der normalen Pfanne.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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