Annis Brod

süddeutsches Hefebrot mit Anis

das original Rezept

1/2 Pf Mehl 3 Lth. Schmalz 3 Lth. Butter 2 Eier 1 Löfflvoll Zucker 
Annis u. Hepfe kommt auch dazu und Milch soviel nöthig
ist, daß Schmalz u. dan Butter läßt man zergehen dan wird
der Teig angemacht u. recht abgeschlagen, dan läßt man ihn
gehen dan macht man ein langes Brod daraus thut 
ihn auf ein Blech u. laßt ihn wieder gehen, dan backe 
ihn aus dem Rohr.

das heutige Rezept

Menge:
1 Brot
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
30 Minuten

Zutaten:

  • 280 g Weizenmehl
  • 50 g Schweineschmalz
  • 50 g Butter zerlassen
  • 2 Eier
  • 1 EL Zucker
  • 1-1,5 TL Anissamen
  • 6-8 g Salz
  • 12 g frische Hefe oder 4 g Trockenhefe
  • 120-160 ml Milch lauwarm

Zubereitung:

  • Vorteig (optional, aber empfehlenswert): Hefe mit 2 EL der Milch und 1 TL Zucker glattrühren, 10–15 Minuten stehen lassen, bis es schäumt.
  • Teig mischen: Mehl, Salz, Zucker und Anis in eine Schüssel geben. Eier, Vorteig (oder Hefe trocken), die restliche Milch sowie lauwarm flüssige Schmalz-Butter-Mischung zugeben. 8–10 Minuten kräftig kneten (Hand oder Maschine), bis der Teig glatt ist und sich vom Schüsselrand löst. Konsistenz: weich-elastisch, nicht klebrig. Abdecken, 45–60 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen (Volumen ca. x 1,5).
  • Formen & Stückgare: Teig sanft entgasen, zu einem langen Laib formen, mit Schluss nach unten auf ein leicht gefettetes oder belegtes Blech legen. Abdecken und 30–40 Minuten gehen lassen. Nach Wunsch mit etwas Milch bestreichen und Anis/Zucker dünn bestreuen.
  • Backen: Backofen auf 185–190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Brot 28–35 Minuten goldbraun backen (Klopfprobe: klingt hohl). Auf Gitter vollständig auskühlen lassen.
  • Hinweise & Varianten:
    Aroma boosten: Anis kurz trocken rösten (1–2 Minuten), dann grob anstoßen.
    Ohne Schmalz: Nur Butter verwenden (insg. 100) – Krume wird etwas weicher, Geschmack weniger „würzig“.
    Süßer Festtagslaib: Zucker auf 50 g erhöhen, 60 g Rosinen zugeben, 1 EL Rum

Anmerkungen:

Anisbrot ist als deutschsprachige Tradition belegt: Der Gewürzsamen Anis wird in Nachschlagewerken ausdrücklich als Brotgewürz genannt: „…a German bread called Anisbrod“ (Encyclopedia Britannica).
Süddeutsch/österreichisches Umfeld: In Österreich und Süddeutschland sind Anis-Festtagsbrote (z. B. Osterbrote) gut dokumentiert – klassische Hefebrote mit Milch, Eiern, etwas Zucker und Anis als Leitaroma. 
Ähnliche Anis-Hefebrote existieren auch in den Nachbartraditionen (z. B. italienisches „Italian Anise Bread/Easter Bread“).
Servieren damals & heute: Mild süßes, gewürztes Hefebrot passte zum Frühstück, zur Jause oder – festlich – zu Ostern. Heute schmeckt es mit Butter und Marmelade, zu Käse oder leicht getoastet; 1–2 Tage alt eignet es sich hervorragend für Arme Ritter.

Annis Brod

süddeutsches Hefebrot mit Anis

das original Rezept


1/2 Pf Mehl 3 Lth. Schmalz 3 Lth. Butter 2 Eier 1 Löfflvoll Zucker 
Annis u. Hepfe kommt auch dazu und Milch soviel nöthig
ist, daß Schmalz u. dan Butter läßt man zergehen dan wird
der Teig angemacht u. recht abgeschlagen, dan läßt man ihn
gehen dan macht man ein langes Brod daraus thut 
ihn auf ein Blech u. laßt ihn wieder gehen, dan backe 
ihn aus dem Rohr.

das heutige Rezept

Menge:
1 Brot
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
30 Minuten

Zutaten:

  • 280 g Weizenmehl
  • 50 g Schweineschmalz
  • 50 g Butter zerlassen
  • 2 Eier
  • 1 EL Zucker
  • 1-1,5 TL Anissamen
  • 6-8 g Salz
  • 12 g frische Hefe oder 4 g Trockenhefe
  • 120-160 ml Milch lauwarm

Zubereitung:

  • Vorteig (optional, aber empfehlenswert): Hefe mit 2 EL der Milch und 1 TL Zucker glattrühren, 10–15 Minuten stehen lassen, bis es schäumt.
  • Teig mischen: Mehl, Salz, Zucker und Anis in eine Schüssel geben. Eier, Vorteig (oder Hefe trocken), die restliche Milch sowie lauwarm flüssige Schmalz-Butter-Mischung zugeben. 8–10 Minuten kräftig kneten (Hand oder Maschine), bis der Teig glatt ist und sich vom Schüsselrand löst. Konsistenz: weich-elastisch, nicht klebrig. Abdecken, 45–60 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen (Volumen ca. x 1,5).
  • Formen & Stückgare: Teig sanft entgasen, zu einem langen Laib formen, mit Schluss nach unten auf ein leicht gefettetes oder belegtes Blech legen. Abdecken und 30–40 Minuten gehen lassen. Nach Wunsch mit etwas Milch bestreichen und Anis/Zucker dünn bestreuen.
  • Backen: Backofen auf 185–190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Brot 28–35 Minuten goldbraun backen (Klopfprobe: klingt hohl). Auf Gitter vollständig auskühlen lassen.
  • Hinweise & Varianten:
    Aroma boosten: Anis kurz trocken rösten (1–2 Minuten), dann grob anstoßen.
    Ohne Schmalz: Nur Butter verwenden (insg. 100) – Krume wird etwas weicher, Geschmack weniger „würzig“.
    Süßer Festtagslaib: Zucker auf 50 g erhöhen, 60 g Rosinen zugeben, 1 EL Rum

Anmerkungen:

Anisbrot ist als deutschsprachige Tradition belegt: Der Gewürzsamen Anis wird in Nachschlagewerken ausdrücklich als Brotgewürz genannt: „…a German bread called Anisbrod“ (Encyclopedia Britannica).
Süddeutsch/österreichisches Umfeld: In Österreich und Süddeutschland sind Anis-Festtagsbrote (z. B. Osterbrote) gut dokumentiert – klassische Hefebrote mit Milch, Eiern, etwas Zucker und Anis als Leitaroma. 
Ähnliche Anis-Hefebrote existieren auch in den Nachbartraditionen (z. B. italienisches „Italian Anise Bread/Easter Bread“).
Servieren damals & heute: Mild süßes, gewürztes Hefebrot passte zum Frühstück, zur Jause oder – festlich – zu Ostern. Heute schmeckt es mit Butter und Marmelade, zu Käse oder leicht getoastet; 1–2 Tage alt eignet es sich hervorragend für Arme Ritter.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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