Aepfel Gelee

Apfel-Gelee

das original Rezept

Man nimt Weinsaure Äpfel noch etwas hart schneidet den
Stiehl u. alles schadhafte weg, viertelt u. wascht sie, läßt sie
in ein irdenes Gefäß, bedeckt sie ganz mit Waßer, setzt
sie auf‘s Feuer u. läßt sie zu einem Muß kochen, die
Schale u. das Kernhaus bleibt daran, man gebe acht das das Mus 
nicht anliegt, dieses Muß läßt man über Nacht stehen, dan
thut man daßselbe über eine ausgespannte Serviete u. läßt
es durchlaufen, am nächsten Tag mäßt man den Saft
u. nimt zu 1 Pf 3⁄4 Pf Zucker, setzt nun beides in einer 
Meßing Pfanne auf gelindes feuer u. läßt es langsam
3⁄4 St. kochen bis der Saft sich bindet, ein stück Vanille 
in etwas eingebunden wird mit gekocht u. zuletzt heraus 
genommen.

das heutige Rezept

Menge:
5 Gläser
Zubereitung:
30 Minuten
Kochzeit:
40 Minuten

Zutaten:

  • 2,5-3 kg säuerliche Äpfel fest, eher unreif
  • Wasser
  • Zucker 75 % der Saftmenge nach Gewicht
  • 1-2 Vanilleschote optional, der Länge nach aufgeschnitten
  • 1-2 EL Zitronensaft falls die Äpfel sehr süß/reif sind

Zubereitung:

  • Saft kochen (mit Schale & Kerngehäuse): Äpfel waschen, Stiele & Schadstellen entfernen, in Stücke schneiden (Schale & Kernhaus dranlassen: natürliches Pektin – das sorgt später fürs Gelieren.) Mit Wasser gerade eben bedecken, aufkochen und bei milder Hitze 40–60 Minuten zu einem Mus köcheln, dabei gelegentlich rühren (nichts anbrennen lassen).
  • Über Nacht abtropfen (für klares Gelee): Mus in ein mit Mull/Passiertuch ausgelegtes Sieb oder eine Gelee­-Tüte füllen und über Nacht abtropfen lassen – nicht pressen (sonst wird das Gelee trüb). 
  • Zucker bemessen: Am nächsten Tag den klaren Saft wiegen. Zucker mit 75 % des Saftgewichts abmessen (z.B. 1 kg Saft: 750 g Zucker). Optional Zitronensaft zufügen (unterstützt Gelierung & Geschmack).
  • Gelee kochen: Saft mit Vanille (optional) aufkochen, Zucker einrühren. Bei kräftigem Sieden 30–45 Minuten ohne Deckel einkochen, zwischendurch abschäumen. Auf Gelierpunkt prüfen: Löffel-/Tellerprobe oder Temperatur ~104–105 °C. 
  • Abfüllen: Vanille entfernen. Das heiße Gelee randvoll in sterile Gläser füllen, sofort verschließen. Kühl und dunkel lagern.

Anmerkungen:

Topfmaterial: Im Manuskript steht „Meßing-Pfanne“. Heute arbeitet man bei säurehaltigen Fruchtzubereitungen nicht-reaktiv (Edelstahl/Emaille). 
Pektinquelle: Schalen & Kerngehäuse der Äpfel sind pektinreich – deshalb lässt man sie beim Auskochen bewusst dran (und nutzt gern einen Anteil leicht unreifer Früchte). 
Klarheit: Wer absolut klares Gelee möchte, den Saft zweifach filtrieren (feines Sieb → Passiertuch) und nicht rühren, sobald Zucker gelöst ist.
Gelierhilfe nur falls nötig: Wird’s nicht fest, 1–2 EL Zitronensaft zugeben oder etwas länger einkochen.

Aepfel Gelee

Apfel-Gelee

das original Rezept


Man nimt Weinsaure Äpfel noch etwas hart schneidet den
Stiehl u. alles schadhafte weg, viertelt u. wascht sie, läßt sie
in ein irdenes Gefäß, bedeckt sie ganz mit Waßer, setzt
sie auf‘s Feuer u. läßt sie zu einem Muß kochen, die
Schale u. das Kernhaus bleibt daran, man gebe acht das das Mus 
nicht anliegt, dieses Muß läßt man über Nacht stehen, dan
thut man daßselbe über eine ausgespannte Serviete u. läßt
es durchlaufen, am nächsten Tag mäßt man den Saft
u. nimt zu 1 Pf 3⁄4 Pf Zucker, setzt nun beides in einer 
Meßing Pfanne auf gelindes feuer u. läßt es langsam
3⁄4 St. kochen bis der Saft sich bindet, ein stück Vanille 
in etwas eingebunden wird mit gekocht u. zuletzt heraus 
genommen.

das heutige Rezept

Menge:
5 Gläser
Zubereitung:
30 Minuten
Kochzeit:
40 Minuten

Zutaten:

  • 2,5-3 kg säuerliche Äpfel fest, eher unreif
  • Wasser
  • Zucker 75 % der Saftmenge nach Gewicht
  • 1-2 Vanilleschote optional, der Länge nach aufgeschnitten
  • 1-2 EL Zitronensaft falls die Äpfel sehr süß/reif sind

Zubereitung:

  • Saft kochen (mit Schale & Kerngehäuse): Äpfel waschen, Stiele & Schadstellen entfernen, in Stücke schneiden (Schale & Kernhaus dranlassen: natürliches Pektin – das sorgt später fürs Gelieren.) Mit Wasser gerade eben bedecken, aufkochen und bei milder Hitze 40–60 Minuten zu einem Mus köcheln, dabei gelegentlich rühren (nichts anbrennen lassen).
  • Über Nacht abtropfen (für klares Gelee): Mus in ein mit Mull/Passiertuch ausgelegtes Sieb oder eine Gelee­-Tüte füllen und über Nacht abtropfen lassen – nicht pressen (sonst wird das Gelee trüb). 
  • Zucker bemessen: Am nächsten Tag den klaren Saft wiegen. Zucker mit 75 % des Saftgewichts abmessen (z.B. 1 kg Saft: 750 g Zucker). Optional Zitronensaft zufügen (unterstützt Gelierung & Geschmack).
  • Gelee kochen: Saft mit Vanille (optional) aufkochen, Zucker einrühren. Bei kräftigem Sieden 30–45 Minuten ohne Deckel einkochen, zwischendurch abschäumen. Auf Gelierpunkt prüfen: Löffel-/Tellerprobe oder Temperatur ~104–105 °C. 
  • Abfüllen: Vanille entfernen. Das heiße Gelee randvoll in sterile Gläser füllen, sofort verschließen. Kühl und dunkel lagern.

Anmerkungen:

Topfmaterial: Im Manuskript steht „Meßing-Pfanne“. Heute arbeitet man bei säurehaltigen Fruchtzubereitungen nicht-reaktiv (Edelstahl/Emaille). 
Pektinquelle: Schalen & Kerngehäuse der Äpfel sind pektinreich – deshalb lässt man sie beim Auskochen bewusst dran (und nutzt gern einen Anteil leicht unreifer Früchte). 
Klarheit: Wer absolut klares Gelee möchte, den Saft zweifach filtrieren (feines Sieb → Passiertuch) und nicht rühren, sobald Zucker gelöst ist.
Gelierhilfe nur falls nötig: Wird’s nicht fest, 1–2 EL Zitronensaft zugeben oder etwas länger einkochen.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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