Reisknödl

Reisknödl in Brühe  

das original Rezept

Dünste den Reis in fetter Fleischsupp, wenn er weich ist 
thue ein Stück Butter hinein, dan nim 6 Eier u ein
wenig Semlbrösl salze sie gehörig, dan mache sie gut ab u. schlage sie in siedende Fleischsupp.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
25 Minuten

Zutaten:

  • 200 g Reis rundkörnig, z.B. Milchreis oder Risottoreis
  • 500 ml fette Fleischsuppe Fleischbrühe, alternativ Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter
  • 6 Eier
  • 4 EL Semmelbrösel
  • Salz
  • 1-1,5 l Zusätzliche Fleischsuppe zum Sieden der Knödel

Zubereitung:

  • Reis dünsten: Den Reis in einem Topf mit 500 ml fetter Fleischbrühe bei mittlerer Hitze dünsten, bis er weich ist (ca. 15 Minuten, je nach Reissorte). Der Reis sollte die Brühe weitgehend aufgenommen haben, aber nicht zu trocken sein. Den Topf vom Herd nehmen und die Butter unterrühren, bis sie geschmolzen ist. Den Reis etwas abkühlen lassen (ca. 5 Minuten).
  • Teig zubereiten: Die Eier in eine Schüssel schlagen und leicht verquirlen. Den abgekühlten Reis, die Semmelbrösel und eine Prise Salz hinzufügen. Alles gründlich vermengen, bis ein gleichmäßiger, formbarer Teig entsteht. Der Teig sollte weich, aber nicht zu flüssig sein.
  • Knödel formen und kochen: Einen großen Topf mit Fleischbrühe (oder leicht gesalzenem Wasser) zum Sieden bringen (das Wasser sollte heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen). Aus dem Teig kleine Knödel formen (ca. 3–4 cm Durchmesser). Die Knödel vorsichtig in die siedende Brühe geben und etwa 8–10 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und durchgegart sind.
  • Anrichten: Die Reisknödel mit einer Schaumkelle aus der Brühe nehmen, gut abtropfen lassen und in einer Suppenschüssel anrichten. Die heiße Fleischbrühe darüber gießen und sofort servieren, damit die Knödel die Brühe aufsaugen, aber ihre Form behalten.

Anmerkungen:

Die „Reisknödl in Brühe“ passen exakt in die österreischische-bayerische Tradition klarer Suppen mit Einlagen/Nockerln; das im Text genannte „ins siedende Fleischsupp schlagen“ beschreibt die typische Nockerl-Technik. In der maßgeblichen Prato (19. Jh.) wird Reis ausdrücklich als Suppenzutat geführt („von Reis … zu Suppe“), was die Verbreitung solcher Reis-Einlagen im bürgerlichen Kontext bestätigt.
Bis heute sind Reisnockerl/Reisknödel als Suppeneinlage in österreichischen Rezeptsammlungen dokumentiert (aus gekochtem Reis mit Butter/Ei, teils mit wenig Mehl oder Käse gebunden).
Serviert werden derartige Einlagen klassisch in klarer Rindsuppe – ein Grundpfeiler der Wiener und oberbayerischen Wirtshausküche.

Reisknödl

Reisknödl in Brühe  

das original Rezept


Dünste den Reis in fetter Fleischsupp, wenn er weich ist 
thue ein Stück Butter hinein, dan nim 6 Eier u ein
wenig Semlbrösl salze sie gehörig, dan mache sie gut ab u. schlage sie in siedende Fleischsupp.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
20 Minuten
Kochzeit:
25 Minuten

Zutaten:

  • 200 g Reis rundkörnig, z.B. Milchreis oder Risottoreis
  • 500 ml fette Fleischsuppe Fleischbrühe, alternativ Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter
  • 6 Eier
  • 4 EL Semmelbrösel
  • Salz
  • 1-1,5 l Zusätzliche Fleischsuppe zum Sieden der Knödel

Zubereitung:

  • Reis dünsten: Den Reis in einem Topf mit 500 ml fetter Fleischbrühe bei mittlerer Hitze dünsten, bis er weich ist (ca. 15 Minuten, je nach Reissorte). Der Reis sollte die Brühe weitgehend aufgenommen haben, aber nicht zu trocken sein. Den Topf vom Herd nehmen und die Butter unterrühren, bis sie geschmolzen ist. Den Reis etwas abkühlen lassen (ca. 5 Minuten).
  • Teig zubereiten: Die Eier in eine Schüssel schlagen und leicht verquirlen. Den abgekühlten Reis, die Semmelbrösel und eine Prise Salz hinzufügen. Alles gründlich vermengen, bis ein gleichmäßiger, formbarer Teig entsteht. Der Teig sollte weich, aber nicht zu flüssig sein.
  • Knödel formen und kochen: Einen großen Topf mit Fleischbrühe (oder leicht gesalzenem Wasser) zum Sieden bringen (das Wasser sollte heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen). Aus dem Teig kleine Knödel formen (ca. 3–4 cm Durchmesser). Die Knödel vorsichtig in die siedende Brühe geben und etwa 8–10 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und durchgegart sind.
  • Anrichten: Die Reisknödel mit einer Schaumkelle aus der Brühe nehmen, gut abtropfen lassen und in einer Suppenschüssel anrichten. Die heiße Fleischbrühe darüber gießen und sofort servieren, damit die Knödel die Brühe aufsaugen, aber ihre Form behalten.

Anmerkungen:

Die „Reisknödl in Brühe“ passen exakt in die österreischische-bayerische Tradition klarer Suppen mit Einlagen/Nockerln; das im Text genannte „ins siedende Fleischsupp schlagen“ beschreibt die typische Nockerl-Technik. In der maßgeblichen Prato (19. Jh.) wird Reis ausdrücklich als Suppenzutat geführt („von Reis … zu Suppe“), was die Verbreitung solcher Reis-Einlagen im bürgerlichen Kontext bestätigt.
Bis heute sind Reisnockerl/Reisknödel als Suppeneinlage in österreichischen Rezeptsammlungen dokumentiert (aus gekochtem Reis mit Butter/Ei, teils mit wenig Mehl oder Käse gebunden).
Serviert werden derartige Einlagen klassisch in klarer Rindsuppe – ein Grundpfeiler der Wiener und oberbayerischen Wirtshausküche.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

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