Gries-Knödl

das original Rezept

thue 12 Lth. Schmalz in einen Tigl u laße es vergehen, dan
thue 1 (Pfund) Gries hinein rühre es durcheinander u laße es auf 
dem Herde dan mache sie mit ungefähr einer 1⁄2 Milch u 7 Eier 
gut ab salze sie gehörig, forme kleine Knödl u schlage sie
in siedendes Salz-Wasser.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
15 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 180 g Schmalz alternativ Butter oder Pflanzenöl
  • 500 g Weichweizengrieß
  • 500 ml Milch
  • 7 Eier
  • Salz
  • Wasser zum Sieden der Knödel, leicht gesalzen

Zubereitung:

  • Grieß anrösten: Das Schmalz in einem Topf (im Original „Tigel“) bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Den Grieß hinzufügen und unter ständigem Rühren leicht anrösten, bis er eine goldgelbe Farbe annimmt und duftend ist (ca. 3–4 Minuten). Vorsicht, dass der Grieß nicht verbrennt. Den Topf vom Herd nehmen.
  • Teig zubereiten: Die Milch langsam zum gerösteten Grieß gießen und gründlich verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die Eier einzeln unterrühren, bis der Teig glatt ist. Mit einer Prise Salz abschmecken. Der Teig sollte weich, aber formbar sein.
  • Knödel formen und kochen: Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen (das Wasser sollte heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen). Aus dem Teig kleine Knödel formen (ca. 3–4 cm Durchmesser), am besten mit leicht angefeuchteten Händen, damit der Teig nicht klebt. Die Knödel vorsichtig in das siedende Wasser geben und etwa 8–10 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und durchgegart sind.
  • Anrichten: Die Grießknödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in einer Suppenschüssel oder auf Tellern anrichten. Optional mit heißer Fleisch- oder Gemüsebrühe servieren, wie es in der damaligen Küche üblich war, oder mit etwas geschmolzener Butter und gehackter Petersilie.

Anmerkungen:

In Oberbayern und Österreich sind Grießknödel/-nockerl klassische Einlagen bzw. Beilagen; als Grießnockerlsuppe gelten sie sogar als Klassiker der Wiener wie auch der Bayerischen Küche.
Als Beilage werden Grießknödel beschrieben aus Grieß, Butter, Milch und Eiern – serviert entweder in klarer Suppe oder zu Geselchtem und Sauerkraut, teils auch süß in Butterbröseln.
Die Rindsuppe selbst hat in der Wiener Küche Rang einer „National­suppe“, zu der verschiedenste Einlagen (darunter Grießnockerl) gereicht werden.
Das Rezept steht genau in dieser austro-bayerischen Tradition – als Suppeneinlage ebenso plausibel wie als kleine Beilage.

Gries-Knödl

das original Rezept


thue 12 Lth. Schmalz in einen Tigl u laße es vergehen, dan
thue 1 (Pfund) Gries hinein rühre es durcheinander u laße es auf 
dem Herde dan mache sie mit ungefähr einer 1⁄2 Milch u 7 Eier 
gut ab salze sie gehörig, forme kleine Knödl u schlage sie
in siedendes Salz-Wasser.

das heutige Rezept

Menge:
4 Personen
Zubereitung:
15 Minuten
Kochzeit:
15 Minuten

Zutaten:

  • 180 g Schmalz alternativ Butter oder Pflanzenöl
  • 500 g Weichweizengrieß
  • 500 ml Milch
  • 7 Eier
  • Salz
  • Wasser zum Sieden der Knödel, leicht gesalzen

Zubereitung:

  • Grieß anrösten: Das Schmalz in einem Topf (im Original „Tigel“) bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Den Grieß hinzufügen und unter ständigem Rühren leicht anrösten, bis er eine goldgelbe Farbe annimmt und duftend ist (ca. 3–4 Minuten). Vorsicht, dass der Grieß nicht verbrennt. Den Topf vom Herd nehmen.
  • Teig zubereiten: Die Milch langsam zum gerösteten Grieß gießen und gründlich verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die Eier einzeln unterrühren, bis der Teig glatt ist. Mit einer Prise Salz abschmecken. Der Teig sollte weich, aber formbar sein.
  • Knödel formen und kochen: Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen (das Wasser sollte heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen). Aus dem Teig kleine Knödel formen (ca. 3–4 cm Durchmesser), am besten mit leicht angefeuchteten Händen, damit der Teig nicht klebt. Die Knödel vorsichtig in das siedende Wasser geben und etwa 8–10 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen und durchgegart sind.
  • Anrichten: Die Grießknödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in einer Suppenschüssel oder auf Tellern anrichten. Optional mit heißer Fleisch- oder Gemüsebrühe servieren, wie es in der damaligen Küche üblich war, oder mit etwas geschmolzener Butter und gehackter Petersilie.

Anmerkungen:

In Oberbayern und Österreich sind Grießknödel/-nockerl klassische Einlagen bzw. Beilagen; als Grießnockerlsuppe gelten sie sogar als Klassiker der Wiener wie auch der Bayerischen Küche.
Als Beilage werden Grießknödel beschrieben aus Grieß, Butter, Milch und Eiern – serviert entweder in klarer Suppe oder zu Geselchtem und Sauerkraut, teils auch süß in Butterbröseln.
Die Rindsuppe selbst hat in der Wiener Küche Rang einer „National­suppe“, zu der verschiedenste Einlagen (darunter Grießnockerl) gereicht werden.
Das Rezept steht genau in dieser austro-bayerischen Tradition – als Suppeneinlage ebenso plausibel wie als kleine Beilage.

Quelle:

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof. Ein Freisinger Kochbuch."
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus der Zeit, als der „Sporrerbräu“ einer der bedeutendsten Wirtshöfe der Stadt war. Im Jahr 2025 wurde es neu veröffentlicht - mit Übersetzung in heute verständliche Rezepte. (hier erhältlich: aus dem Hinterland)

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)

Fotos unserer Hobbyköche:

Zeig uns, wie Du dieses Gericht nachgekocht hast!

Du musst angemeldet sein, um Fotos hochladen zu können. Anmelden

0 Kommentare
meist bewertet
neu alt
Inline Feedbacks
Alle Anmerkungen zeigen
0
Wir würden gerne deine Anmerkungen wissen. Kommentiere doch!x