Flädl-Speiß
Flädle-Auflauf mit Eier-Rahm-Guss
das original Rezept
Man nimt 6 Eier, 6 Kochlöfflvoll Mehl das übrige Milchetwas Salz backt recht düne Pfannkuchen läßt sie kaltwerden schneidet sie dan wie geschnittene Nudeln schmirt einen Form mit Butter gut aus thut die Nudln hinein, kleppert4 Eierdotter mit 1 Stück Zucker u. 4 x süßen Rahm ab,gießt es darüber u. läßt’s 1⁄2 Stunde backen.
das heutige Rezept
Zutaten:
- 6 Eier
- 90-100 g Weizenmehl
- 450-500 ml Milch für einen dünnen Teig
- 1 Prise Salz
- Butter zum Ausfetten der Form und zum Backen der Pfannkuchen
- 4 Eigelb
- 60-80 g Zucker
- 400-500 ml Sahne
Zubereitung:
- Pfannkuchen backen: Eier, Mehl, Milch und eine Prise Salz zu einem glatten, dünnen Teig verrühren. In einer Pfanne mit etwas Butter dünne Pfannkuchen backen und abkühlen lassen.
- Pfannkuchen schneiden: Die abgekühlten Pfannkuchen in feine Streifen schneiden, ähnlich wie Nudeln.
- Form vorbereiten: Eine Backform mit Butter ausfetten und die Pfannkuchenstreifen locker hineinschichten.
- Sahnemischung zubereiten: Eigelb, Zucker und Sahne gründlich verquirlen und cremig schlagen.
- Auflauf fertigstellen: Die Sahnemischung über die Pfannkuchenstreifen gießen und im Ofen (bei ca. 175 °C Ober-/Unterhitze) 25-35 Minuten backen, bis bis alles gestockt ist und oben hell gold wird
- Anrichten: Den Auflauf aus der Form nehmen, in Stücke schneiden und warm servieren (pur oder mit etwas Staubzucker).
Anmerkungen:
„Flädle“ (schwäbisch) bzw. „Frittaten“ (österreichisch) sind dünne Pfannkuchen, kalt aufgerollt und in Streifen geschnitten – klassisch als Suppeneinlage; „Frittaten“ leitet sich vom Italienischen frittata ab.
Das Überbacken mit Eier-Rahm-Guss ist in der Wiener Mehlspeis-Tradition gut belegt.
Besonders ungewöhnlich ist die Transformation von Pfannkuchen in einen Auflauf, was heute seltener ist, da Pfannkuchen meist frisch oder mit Füllungen serviert werden.
Quelle:
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch "1867. Kochen im Hotel Bayerischer Hof".
Das handschriftliche Werk umfasst 288 Rezepte und gibt einen faszinierenden Einblick in die Esskultur des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Original im Stadtarchiv Freising – ein Schatz aus einer vergangenen Zeit (mehr Infos...)
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