Hoblspäne, auch als „Hippen“ oder „Waffelröllchen“ bekannt, waren um die Jahrhundertwende besonders in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, wo sie als feines Gebäck galten. Eine gut dokumentierte Fassung stammt aus dem Kochbuch von Nietzsches Großmutter (Goethe- und Schiller-Archiv Weimar), wo die Zubereitung genau so beschrieben wird.
Sie wurden vor allem in bürgerlichen und wohlhabenden Haushalten konsumiert, da Mandeln und Zucker kostspielige Zutaten waren.
Heute findet man unter „Hobelspäne“ oft Schmalzgebäck (frittierte Teigschlaufen/Räderkuchen). Das ist eine spätere/abweichende Variante; das Freisinger Rezept zeigt die dünn gebackene Blech-Version mit Mandeln & Zitrone.