„Butterteig“ bezeichnet im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum einen butterreichen Grundteig und diente als Basis für Pasteten, Torten und Gebäck – genau das Kernrepertoire der bürgerlichen Küche jener Zeit. Die kleine Zugabe Wein ist historisch plausibel: „Weinteig“/Backteige mit Wein sind seit dem 18. und 19. Jahrhundert belegt (z. B. Früchte in Weinteig), und Wein verleiht feine Aromatik; zugleich kann Säure/Alkohol die Glutenbildung im Teig etwas zügeln und so zartere Krume fördern. Das Über-Nacht-Rasten im Kühlen entspricht der bis heute empfohlenen Praxis für Mürb-/Pastetenteige (Gluten entspannt, Feuchtigkeit verteilt sich), was Auswallen und Backergebnis verbessert.