„Andiphi“ steh heir für Endivie; das Wort kommt über das Französische endive aus dem (spät)lateinischen intiba/intubus in die deutschen Kochsprachen. Endiviensuppen sind im 19. Jahrhundert in Standardwerken der süddeutsch-österreichischen Küche belegt (z. B. bei Katharina Prato); die typische Methode entspricht diesem Rezept: kurz blanchieren, durchstreichen, mit Mehlschwitze und Brühe auffüllen und mit Eigelb legieren. Beim Legieren wird verquirltes Eigelb (oft mit Milch/Rahm) ohne weiteres Kochen in die heiße Suppe gerührt, da Eigelb sonst ausflockt. Endivie ist von Natur aus bitterstoffhaltig (u. a. Lactucopicrin) und wird traditionell nicht nur roh, sondern auch warm wie Spinat verarbeitet – die Suppe nutzt genau diese Praxis.