Schwarzwildbrett zu kochen
Wildschweinbraten in Würzsauce
„Wildprett/Wildbret“ ist die historische Bezeichnung für Fleisch vom jagdbaren Wild. Das Ansetzen in Wasser/Essig mit Lorbeer und Pfefferkörnern entspricht der klassischen Beize für Wild bzw. dem deutschsprachigen Sauerbraten-Prinzip des 19. Jh.; zeitgenössische Quellen nennen genau diese Zutaten und süßen die gebundene Sauce anschließend leicht. „Mehlbrenne“ ist die süddeutsch-österreichische Mehlschwitze zum Binden; je nach Bräunungsgrad färbt sie die Sauce – das passt zur hier beschriebenen Würzsauce. „Zitronen-bitzeln“ sind kleine Zitronenstücke/Zesten als Garnitur. Die „aufgesetzten, kleinen Pastetchen-Kränze“ verweisen auf die damals übliche Garnitur mit kleinen Pastetchen rund um die Platte – eine verbreitete Servierweise der bürgerlich-französisch geprägten Küche jener Zeit.